Die Sache mit dem Cover

by - Juli 29, 2017


Hallo ihr Lieben,
heute möchte ich mich einen Post widmen zu einem Thema, über das sicherlich schon viele mal nachgedacht haben. 

Wie ihr wisst habe ich auf dem Blog die Aktion des "Klappentext-Donnerstags" ins Leben gerufen, bei welcher es darum geht mal einen Klappentext ohne Cover zu posten, um sich davon loszulösen, das Cover vor den Klappentext zu stellen. Denn auch mir passiert es nicht selten, dass ich ein tolles Cover sehe und den Klappentext nicht ganz genau lese, weil ich einfach hin und weg bin. Dabei kommt es letztendlich ja auf den Inhalt und nicht auf das Cover an. Aber warum sind diese dann doch wichtiger als man denkt? Oder ist das gar nicht so? 

Nun Cover sind das erste was man sieht  - nicht der Klappentext. Schließlich muss man dazu das Buch erst mal umdrehen und lesen. Ein Cover zu betrachten ist da viel einfacher und geht viel schneller. Schnell entscheiden wir, ob es uns genug interessiert, sodass wir auch den Klappentext lesen. Hat ein Cover dies geschafft, rückt das Buch dem Warenkorb oder der Kasse schon mal ein Stück näher. Jackpot! Aber nicht jeder kann sich ein solches Cover leisten oder selber erstellen. Und da beginnt das Problem. Cover sind wichtig! Auch wenn man es gerne beneinen möchte, doch sie machen den ersten Eindruck aus. 

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich professionell gestaltete Cover liebe.. wie vermutlich viele andere. Dabei müssen sie nicht mal von einem gelernten Grafiker gemacht sein um professionell zu wirken, da gibt es sicherlich viele Ausnahmen. Photoshopkünstler gibt es genug. Und auch profesionell heißt nicht gleich gut...  Sagen wir eher, ich mag gut gestaltete Cover. 
Nun ich z.B. lasse mich aber auch schnell abschrecken - besonders wenn es um die Typografie geht. Ich bin vernarrt in Typografie und oft möchte ich den Designer schütteln und fragen, was er sich bei den Schriftarten gedacht hat. Vielleicht verfasse ich mal einen Post dazu... mal sehen. Ein Cover muss nicht extremst bearbeitet sein um gut zu wirken. Ein einfaches Bild mit gut gewählter Schrift (und Farbe!) kann schon ausreichen um den Betrachter neugierig zu machen. 
Apropos es gibt da einige Aspekte die ich auch bei wirklich guten Covern nicht mehr sehen kann. Zum Beispiel Rahmen. Ein Rahmen um das Frontcover / Frontbild herum. Es ist schön, aber langsam haben so viele Bücher das. Cliparts alias Vektoren wo keine hingehören (am besten knallig weiß und viel zu viele) oder solche inhaltlich nicht zum Buch passen. 

Tja nun stehen wir vor dem Dilemma. Cover sind wichtig, aber gleichzeitig ein Problem für die Autoren. Und in gewisser Weise auf für den Leser. Sollte man etwa alle Bücher einfarbig mit Autor und Titel drucken? Wäre auf Dauer auch langweilig, aber vielleicht gerechter denen gegenüber die entweder kein Geld für ein Cover haben oder die keine Möglichkeit haben eines selber zu gestalten. Denn mal ganz ehrlich, auch wenn man Photoshop besitzt (oder ein ähnliches Programm) heißt es nicht gleich, dass einem das Talent in die Wiege gelegt wurde. 

Jetzt höre ich schon die Stimmen die sagen "aber.. Moment mal!"
Ja es gibt wie immer das große "Aber". Nur weil mir ein Cover nicht gefällt, muss es einem anderen nicht ebenso gehen. 
Japs, stimmt!  
Und es soll jetzt auch zu keiner Diskussion führen, was nun schön ist und was nicht. Ästhetik liegt bekanntlich im Auge des Betrachters.
Es geht nur grundsätzlich darum, dass das Cover an sich zwar toll ist, aber eben auch zu Problemen führen kann. Nämlich, dass ein Buch nicht angeschaut wird. 
Dazu kommt der ständige Wandel in dem was gerade beliebt ist bei Covern und was nicht. Wie in der Mode wechseln auch da die Trends. Vor allem aktuell habe ich das Gefühl, dass jedes 3. wenn nicht fast jedes 2. Cover ziemlich ähnlich ist... aber das ist eine andere Geschichte. 

Dies soll kein Beitrag sein um gegen vermeintlich "schlechte" Cover vorzugehen oder nach mehr Professionalität zu verlangen, sondern viel mehr ein Aufruf sein, dass wir uns alle mehr auf den Inhalt konzentrieren sollten. Schließlich lesen wir ein Buch wegen der Handlung, die sich der Autor ausgedacht hat, und nicht wegen eines Bildes. 

Schaut euch den Inhalt an! Lest euch durch worum es geht und entdeckt so vielleicht wunderbare Schätze, die ihr sonst nie bemerkt hättet! 

Was sind eure Gedanken zu dem Thema?

Eure,



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7 Kommentare

  1. Toller Post, hast du echt gut geschrieben :)
    Ich bin eine absolute Cover-Käuferin: Zu oft bin ich von einem wunderschönen Cover geblendet, lese den Klappentext nur halb und bin dann schlussendlich enttäuscht, "weil es anders war als ich es mir vorgestellt habe". Ich versuche häufiger, auch anderen Büchern eine Chance zu geben, auch wenn mich das Cover absolut abschrecken würde, und bisher hatte ich da immer Glück.

    Das Cover ist meiner Meinung nach erstmal das wichtigste für das Buch, um gut verkauft zu werden, wobei ich mir gar nicht mal vorstellen kann, wie schwierig es wohl sein muss, ein gutes Cover zu basteln.

    Aber was dann gut ist und was nicht, liegt dann auch immer im Auge des Betrachters - und das ist auch gut so! Ich zum Beispiel mag lieber relativ schlichte Cover. Zum Beispiel die von "Apple & Rain" von Sarah Crossan , "Mit anderen Worten: ich" von Tamara Ireland Stone und meinetwegen auch "Love & Gelato" finde ich schön. Ein kleines Bildchen, schlichter Hintergrund und Titel/Autor. Mehr muss es für mich nicht sein, kein großes Schnick Schnack und Überladung :D

    Die Idee mit dem einfarbigen Cover und nur Titel/Autor drauf finde ich ganz witzig, aber das würde auf Dauer wirklich nicht funktionieren, irgendwie will ja doch jeder herausstechen. Wobei ich allerdings bei deiner Aussage sofort denken musste: Die ganzen Young Adult Cover sehen für mich auch alle gleich aus. Wenn man alle mal nebeneinander aufreihen würde, würde einem da bis auf verschiedene Farbtöne vermutlich kein großer Unterschied auffallen :D

    So, das war auch alles, was ich zu sagen habe :)
    Liebst, Lara.

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    1. Hey Lara,
      Danke :)

      Ja ich hab auch schon ein paar tolle Bücher entdeckt, weil ich das Cover mal ausgeblendet habe. Auch wenn ich es immer schade finde, so zu denken :(

      Ja die schlichten finde ich auch schön, wobei ich auch auf ganz fantasievolle Cover stehe. Das von Apple & Rain finde ich auch total schön ^^

      haha ja die Idee finde ich auch irgendwie witzig, aber wie du auch sagst, wird es auf Dauer irgendwie öde ... und irgendwie machen die Cover das Buch ja auch aus :) Nicht umsonst stellt man alle in ein Bücherregal, weil sie so hübsch darin aussehen.

      haha ja die YAs sehen aktuell alle gleich aus, denke ich mir auch immer wieder :D

      lg
      Sinah

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  2. Guten Morgen!

    Ich bin (leider) auch ein Cover Mensch :)
    Das erste, was ins Auge fällt, ist halt nunmal das Cover und danach entscheide ich auch, ob ich den Klappentext lese. Nach irgendetwas muss man ja gehen, sonst würde ich ja nicht mehr fertig werden ^^
    Natürlich ist das schade, wenn dadurch andere gleich durch das (mein) Raster fallen, aber ich hab aufgehört, darüber nachzugrübeln.

    Dafür hab ich ja die Blogs, wo ich desöfteren Bücher entdecke, die mich ansprechen, weil in der Rezi so geschwärmt wird. Die mich vom Cover her zwar abgeschreckt hätten, aber durch die Beschreibung und Meinung dann mein Interesse geweckt hätten.

    Und wie du schon sagst, auch das Cover ist Geschmacksache und nicht jedem gefällt das gleiche ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hallooo :)
      Ich muss sagen ich lese kaum noch Rezensionen - und das obwohl ich selber welche schreibe :D vll überfliege ich mal 1 oder 2 wenn ich ein Buch haben will, aber selten lese ich genau. Aber ja, so kann man auch welche finden ;)

      Tja, Cover sind eben wichtig - und irgendwie auch unwichtig :D

      lg
      Sinah

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  3. Hallo Sinah,

    ein interessanter und schöner Beitrag.
    Ich muss auch gestehen, viel zu sehr aufs Cover zu achten, weil mich schöne Dinge und auch vor allem schöne Typografie einfach anspricht. Für mich kann das Cover auch einfarbig sein und nur mit interessanter Typografie überzeugen. Es muss also noch nichtmal extrem extravagant sein.

    Liebe Grüße,
    Alex

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  4. Toller Post!
    Ich muss gestehen,dass ich oft nur auf das Cover schaue .Gerade ,wenn ich im Buchladen stehe .Wenn ich aber im Internet bestelle ,bestelle ich niemals ohne mir den Klappentext durchgelesen zu haben !Also ich denke bei mir ist das ziemlich ausgewogen .Ich höre auch oft auf Ratschläge,die mir Freunde oder Personen geben ,die den gleichen Lesegeschmack wie ich haben .
    LG
    buechertau

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  5. Huhu!

    Ich muss zugeben, ich bin auch sehr anfällig für schöne Cover! :-) Ich bemühe mich aber sehr, auch mal zu Büchern mit weniger auffälligen Covern zu greifen, aber es ist einfach ein Reflex, dass meine Augen automatisch zu den schönen Büchern wandern.

    Ich liebe Cover mit hübschen Rahmen, aber vielleicht werde ich sie auch irgendwann über haben...

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

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