Trepalium - Stadt ohne Namen: Gedanken


Vor einigen Tagen fragte ich auf Facebook, wer gerne mal meine Gedanken zur Serie Trepalium: Stadt ohne Namen lesen würde. Daraufhin meldeten sich ein paar, weshalb ich nun diesen Beitrag schreibe.
Der Beitrag kommt mir jedoch ganz gelegen, denn zum einen habe ich gerade niemanden mit dem ich mich über die Serie austauschen kann und zum anderen bin ich noch etwas unsicher, was ich von der Sendung halten soll. 

Trepalium ist eine Serie des Streaming-Anbieters Netflix und ist eine französische Produktion. Natürlich gibt es sie mit deutscher Synchronisation. Bisher gibt es eine Staffel bestehend aus sechs Folgen. Ob es eine 2. Staffel geben soll weiß ich gerade leider nicht. Habe auch keine Informationen dazu gefunden. 
Sie ist ab 12 Jahren und wird den Genre Sci-Fi, Fantasy, Mystery und Thriller zugeordnet. So viel zu den Grunddetails. 

Inhalt:
Die Serie handelt von einer Stadt, welche durch eine Mauer in zwei Teile getrennt wird. Die arbeitslose Bevölkerung (ca. 80%) leben auf der einen Seite welche "die Zone" genannt wird. In der eigentlichen Stadt auf der anderen Seite der Mauer, leben die arbeitenden Menschen. Die Zone ist geprägt von Krankheiten, Armut, Hunger und Gewalt, während es in der Stadt scheinbar glamourös zugeht. Terroristen der Zone bedrohen die Stadt und verlangen, dass eine gewisse Anzahl an Menschen der Zone in die Stadt als Solidarische arbeiten dürfen. Izia ist eine von ihnen und muss schnell lernen, dass nicht alles gold ist was glänzt. Denn auch die Stadt hat ihre Geheimnisse. 

Gedanken:
Das Thema der Serie finde ich interessant. Das Konzept eine Stadt in zwei Teile zu teilen aufgrund des Beschäftigungszustandes war mir neu. Arbeitslos gleich wertlos. Damit spielt die Serie und behandelt somit ein wichtiges Thema: Der Wert und die Würde des Menschen. Während ein geringer Teil der Menschen in Luxus lebt, kämpft der Rest mit Armut, Hunger und der Erniedrigung. 
Ich glaube persönlich nicht, dass wir in einer identisch strikt getrennten Gesellschaft wie das Modell der Serie landen werden, aber die Grundgedanken sind bereits in unserer Gesellschaft vorhanden. Wie oft werden denn Arbeitslose als Asi oder Harzer bezeichnet. Natürlich gibt es Menschen die diesen Zustand ausnutzen, aber eben nicht alle. Ich erkenne Strukturen in der Serie wieder, die von unserer Gesellschaft nicht weit entfernt sind. Dies macht das Ganze in gewisser Weise real.

Es ist also eine Art Gesellschaftskritik welche dystopisch verpackt ist. Diskriminierung, Hass, Verzweiflung, Würde und Rechte sind alles Themen die angesprochen werden. Durchaus wichtige Themen über die man ruhig mal nachdenken sollte. 

Thematisch spricht mich die Serie daher definitiv an, nur in der Umsetzung bin ich noch etwas am hadern. Die Synchronisation ist wie leider bei vielen Netflix Serien nicht die allerbeste und da sie im Original auf französisch ist, muss ich bei der deutschen Version bleiben. Ansonsten schaue ich immer wenn mögliche die englische original Fassung, wenn sie aus den USA, England o.ä. kommt. 

Die Spannung hat erst in der 3. Folge eingesetzt, zumindest ist bis dahin bei mir keine richtiges mitfiebern aufgekommen. Was bei insgesamt sechs Folgen echt spät ist. Sie braucht etwas Anlauf und ich hab zu Beginn keinen wirklich Fortschritt in der Handlung gesehen. Wobei mir auch noch die letzte Folge fehlt. Ich glaube einfach, dass etwas mehr Action gar nicht schlecht gewesen wäre und in Verbindung damit auch mehr Folgen. Ich hab mich erwischt, wie ich manchmal nur halbherzig zugehört habe.

Bei den Charakteren bin ich ganz gemischter Meinung. Sie sind mir nicht richtig nahe oder zugänglich und doch gibt es da ein paar die ich einfach sehr mag. Die Unterschiede zwischen den beiden Schichten wird aber sehr deutlich. Schauspielerisch ist es gut, aber nicht herausragend würde ich sagen. Ich hatte zu Beginn auch echt Probleme damit durch die Charaktere zu blicken und brauchte eine Weile um zu verstehen, wer nun wer ist und wer mit wem zusammenarbeitet. Grundsätzlich finde ich es gut wenn man als Zuschauer rätseln kann, doch hier war es eher ein verwirrter Zustand. 

Insgesamt finde ich die Serie von der Thematik her spannend und interessant, kann mich aber mit der Umsetzung noch nicht ganz zu 100% anfreunden. Nun meine Frage an euch:

Wer kennt die Sendung und wie ergeht es euch?

Mich würde interessieren ob es an mir liegt oder meine Gedanken auch bei anderen im Kopf sind. Lasst doch mal eure Meinung dazu da.

Eure,

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