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Samstag, 17. August 2019

Kurzrezension | Swing Time - Zadie Smith

Von Am August 17, 2019

[Rezensionsexemplar] Vor einiger Zeit habe ich im Katalog des Kiwi Verlags geblättert und dabei Swing Time von Zadie Smith entdeckt. Thematisch wirkte es mich brandaktuell und gerade aktuell sind ja die Coming-of-Age-Romane, sowie Own Voice Romane, echt beliebt. Also wollte ich dem Ganzen mal eine Chance geben. Bevor ich euch aber meine Meinung zum Buch mitteile, hier erst mal der Klappentext für euch.

Klappentext
Beim Tanzunterricht lernen sich zwei kleine Mädchen kennen und werden Freundinnen. Beide träumen davon, Tänzerinnen zu werden. Doch nur die eine hat Talent. Die andere hat Ideen: über Rhythmus und Zeit, über schwarze Haut und schwarze Musik, über Stammeszugehörigkeit, Milieu, Bildung und Chancengleichheit.

Rezension
In Swing Time begleitet man die namenlose Ich-Erzählerin von ihrer Kindheit ins Erwachsenenalter. Sie berichtet dabei von ihrer Kindheitsfreundin Tracey und ihrer Zeit als Assistentin. Zudem dreht sich viel um Themen wie Leben, Freundschaft, Tanz und Zukunft. Alles sehr ruhige Themen, was der Atmosphäre des Buches entspricht. Denn es ist keine rasante, aufregende Geschichte, sondern sie ist eher still und melancholisch.
Doch bei diesen Themen bleibt es nicht, denn die Autorin schafft eine Geschichte, die sich ebenfalls auf Chancengleichheit, Rassismus, Emanzipation, Freiheit und Bildung konzentriert und besonders  die Unterschiede zwischen der "Weißen" und der "Schwarzen" Bevölkerung hervorheben möchte. Sie geht diese Themen eher kritisch an und möchte den Leser zum Nachdenken anregen. Leider wurden es mit der Zeit einfach zu viele Handlungsstränge und diese verliefen dann auch ins Leere. Ich glaube hier hätte dem Buch einfach weniger sehr gutgetan.




Zusätzlich hat mir die eigene Meinung der Ich-Erzählerin gefehlt. Sie analysiert viel ihre Mitmenschen, greift die Gedanken und Meinungen anderer auf, aber sie selbst bleibt dabei leider recht blass. Ich war mir oft nicht sicher, wie sie eigentlich dazu steht und was ihre Gedanken sind. Sie wirkt sehr passiv und ist selbst nur selten aktiv, was mich ein wenig gestört hat. Sie ist eine Beobachterin der Handlung, wie auch der Leser. Daher wird man mit der Geschichte auch nicht wirklich warm, denn wenn beide beobachten, geht es nicht in die Tiefe und Emotionen können nicht gut übertragen werden. Vermutlich ist dies auch der Grund, weshalb ich mich größtenteils durch das Buch zwingen musste. Es plätscherte so vor sich hin.
Auch die anderen Charaktere, bleiben eher auf Abstand und scheinen in ihrer ganz eigenen Welt zu leben. Dabei sind zum Beispiel die Eltern der Ich-Erzählerin sehr interessant, doch auch ihre Handlungen verlaufen ins nichts. Irgendwie scheinen sie alle für sich zu leben und obwohl sie Familie, Freunde und Bekannte sind, haben sie keinen Draht zueinander. Es wirkte alles sehr emotionslos. Gerade im Hinblick auf die Themen hätte ich mir mehr Gemeinschaft und Zusammenhalt gewünscht - obwohl das kühle miteinander sicherlich auch die kritischen Themen, wie oben erläutert, unterstreichen sollen.

Der Schreibstil des Buches aber kann ganz deutlich überzeugen. Er ist detailreich, atmosphärisch und bildhaft. Er trägt viel zu Atmosphäre, der Melancholie, bei und zusammen mit weniger Handlungssträngen und mehr Fokussierung auf ein Thema, hätte aus dem Buch etwas ganz Besonderes werden können. 

Fazit
Swing Time hat zu Beginn einen interessanten Start hingelegt, flachte aber mit der Zeit deutlich ab. Die Handlungsstränge waren einfach zu viele und manche verliefen ins Leere. Hier hätte man sich mehr auf ein Thema, oder vielleicht auch zwei, konzentrieren sollen. Die Intention der Autorin war vermutlich die Unterschiede in der Gesellschaft aufzuzeigen - aber irgendwie war ich mir auch bis zum Schluss nicht sicher, wohin  die Reise gehen soll und was der Grund für die Handlung ist. Es bleibt etwas rätselhaft. Es gab Kritik an gesellschaftlichen Themen, die aber nur angekratzt wurden und oft nur oberflächlich behandelt. Leider wurde hier das Potenzial verspielt. Es wäre durchaus mehr möglich gewesen. Schade!

Tatsächlich hat das Buch sehr gemischte Stimmen bekommen. Entweder eher eine etwas enttäuschte, wie auch meine, oder aber sehr begeisterte Bewertungen. Daher lohnt es sich, noch andere Rezensionen anzuschauen.


WEITERE REZENSIONEN ZUM BUCH

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Swing Time
Autorin: Zadie Smith
Verlag: Kiwi Verlag
Übersetzung: Tanja Handels
Seitenanzahl: 640 Seiten
ISBN: 978-3-462-04947-3
Preis: 24,00€ (Hardcover), 12,00€ (Taschenbuch)
Erscheinungstermin: 17.08.2017

Klappentext:
Beim Tanzunterricht lernen sich zwei kleine Mädchen kennen und werden Freundinnen. Beide träumen davon, Tänzerinnen zu werden. Doch nur die eine hat Talent. Die andere hat Ideen: über Rhythmus und Zeit, über schwarze Haut und schwarze Musik, über Stammeszugehörigkeit, Milieu, Bildung und Chancengleichheit.

Als sich die beiden Mädchen zum ersten Mal begegnen, fühlen sie sich sofort zueinander hingezogen. Die gleiche Leidenschaft fürs Tanzen und für Musicals verbindet sie, doch auch derselbe Londoner Vorort und die Hautfarbe. Ihre Wege trennen sich, als Tracey tatsächlich Tänzerin wird und erste Rollen in Musicals bekommt. Ihre Freundin wiederum jettet als Assistentin der berühmten Sängerin Aimee um die Welt. Als Aimee in Afrika eine Schule gründen will, reist sie ihr voraus und lässt sich durch das Land, in dem ihre Wurzeln liegen, verzaubern und aus dem Rhythmus bringen.

Dieser grandiose Roman von Zadie Smith, der in den USA und in Großbritannien von Presse und Publikum gefeiert wird, erzählt am Beispiel zweier Freundinnen vom Siegen und Scheitern, vom Beginnen und Enden.

Dienstag, 13. August 2019

Interview | Felicitas Brandt

Von Am August 13, 2019

Heute habe ich euch das Interview mit der Autorin Felicitas Brandt mitgebracht. Netterweise hat sie sich meinen Fragen gestellt und die Antworten möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. 
Sie hat bereits einige Bücher bei Carlsen bzw. Impress veröffnetlicht und der eine oder andere mag sie daher schon kennen. 

Viel Spaß mit dem Interview!

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Hallo Felicitas, ich freue mich, dass Du meine Fragen beantworten magst. Würdest Du dich den Lesern kurz vorstellen?
Hu, mein Name ist Felicitas Brandt, ich bin ein Kind der 90iger und liebe Bücher. Seit einigen Jahren schreibe ich meine eigenen Geschichten neben einem Vollzeitjob, Urlaubssucht und viel Zeit in der Deutschen Bahn. Ich liebe Kekse und Sonnenaufgänge, möchte unglaublich gerne mal nach Schottland und mag keine Spinnen.


Wenn Du dich in drei Wörtern beschreiben müsstest, welche wären es?
Verträumt, Bücherliebend und Zuckersüchtig


Du hast ja nun schon ein paar Bücher geschrieben, was ist Dir dabei besonders wichtig? Welche Aspekte sollte ein Buch Deiner Meinung nach auf jeden Fall besitzen. Oder kann man das pauschal gar nicht sagen?
Die Geschichte muss mir am Herzen liegen. Sie darf mir nicht mehr aus dem Kopf gehen, die Protas müssen verrückte Eigenschaften haben und die Geschichte etwas aussagen (:


In "Als die Bücher flüstern lernten" wird Deine Protaginistin Hope in eine Buch hineingezogen. In welches Buch würdest Du gerne mal gezogen werden?
Oh da gibt es sehr sehr sehr viele. Harry Potter auf jeden Fall oder Winnetou. Reckless wäre auch toll oder in die First Reihe von Bianca Iosivoni. Die Geschwister Gadsby von Natasha Farrant würde ich auch gerne mal treffen ^-^


Wie wichtig findest Du Fantasyliteratur heutzutage? Hast du Erwartungen an dieses Genre?
Ich liebe Fantasy Bücher! Aktuell gehe ich eher vom Jugendbuchbereich weg und lese Sachen wie die Elfenreihe von Bernhard Hennen, die Sturmlicht Reihe von Brandon Sanderson, Markus Heitz und so weiter (: 


Kannst Du dir vorstellen auch in einem andere Genre mal zu schreiben? Welches wäre es?
Ja, das kann ich durchaus. Aktuell arbeite ich an einem Projekt ohne Fantasy, aber vielmehr darf ich gerade noch nicht sagen (: Frag mich nächstes Jahr nocheinmal ^^


Was macht Dir beim Schreiben am meisten Spaß, was eher weniger?
Ich liebe es ein Projekt zu planen, wen die Ideen so richtig sprudeln. Alles vorbereiten und Pinterest für Bilder durchstöbern. Dann den Anfang des Buches und die Figuren kennenlernen. Meistens habe ich in der Mitte dann einen Hänger, das schlaucht. Und Exposés finde ich auch eher schwierig, besonders wenn sie nur eine Seite lang sein dürfen. =D


Wie stehen Deine Freunde und Deine Familie zum Schreiben?
Ich glaube, die kommen ganz gut damit klar (: Wenn ich eine Krise habe, finde ich immer meinen Lieblingseistee im Kühlschrank meiner Mum oder sie kauft mir Kekse =D


Was liest du selber gerne? Welches Buch hat dich bisher besonders beeindruckt?
Aktuell lese wich, wie gesagt gerne High Fantasy und dazu Romane, teilweise Historisch, wie von Elisabeth Büchle, Francine Rivers oder Tamera Alexander und Bücher im Stil von Bianca Iosivoni. Jugendbücher lese ich aktuell nicht, mein Geschmack hat sich da aktuell etwas verändert. 
Dieses Jahr hat mich besonders die Dilogie von Francine Rivers (Die Sehnsucht ihrer Mutter) beeindruckt.  Wer sein Herz riskiert von Tamera Alexander fand ich auch gut, es geht um Rassismus, wie auch in „Mehr als nur ein Traum“ von Elisabeth Büchle, was ich aus demselben Grund geliebt habe. Falling Fast fand ich auch richtig gut, ebenso die Elfen-Reihe von Bernhard Hennen und die Reich der soeben Höfe Reihe.


Für welche drei Dinge in Deinem Leben bist Du besonders dankbar?
Meine Familie, meinen Glauben und meine Freunde (:


Ich danke dir herzlich für deine Antworten und wünsche dir für alle zukünftigen Projekte viel Erfolg.

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Ich hoffe, dass euch das Interview Spaß gemacht hat und vielleicht ja auch neugierig auf sie und ihre Bücher. All ihre Bücher bei Impress könnt ihr hier sehen.

Eure,
 


Sonntag, 11. August 2019

Kurzrezension | Fire Punch #1 - Tatsuki Fujimoto

Von Am August 11, 2019
Momentan hab ich viele Mangas gelesen, weshalb auch hier schon direkt meine 3. Mangarezension in kürzester Zeit auf dem Blog erscheint. Fire Punch wurde mir auf der Verlagsseite als Werbung angezeigt und auf Grund des mega Covers wurde ich sofort neugierig. Der Klappentext klang auch sehr interessant und als ich es dann per Zufall in der Mayerschen in Dortmund fand, musste es einfach mit. Der Manga ist übrigens ab 18 Jahren empfohlen und ich empfinde es als sehr passend...

Klappentext:
Eis hat die Welt in Ödland verwandelt. Kälte und Hunger treiben die Menschen in den Wahnsinn. Agni und seine Schwester Luna aber sind „gesegnet“. Oder doch eher „verflucht“? Ihre Fähigkeit zur Regeneration macht sie zu einem nachwachsenden Rohstoff – Fleisch – und daran sind einige Menschen sehr interessiert. Als Luna ihnen schließlich zum Opfer fällt, wird Agni zum Feuer der Rache selbst.

Rezension:
Okay, ich weiß noch gar nicht wo genau ich anfangen soll. Da ich noch nie von dem Manga gehört hatte, bin ich erst mal sehr unvoreingenommen an den Manga herangegangen. Der Klappentext klang nach einer Mischung aus Dystopie und Action und das wurde mir definitiv gegeben. Wir befinden uns in einer Welt, welche auf Grund einer Eishexe verflucht wurde. Sie ist eine Gesegnete und nicht die Einzige. Manche Menschen haben bestimmte Fähigkeiten, so wie unser Protagonist. Er kann seinen Körper bei einer Verletzung regenerieren. Verliert er ein Körperteil, wächst es wieder nach. Die Idee dazu ist keine allzu Neue, aber dennoch fand ich diese Idee wirklich toll und auch gut ausgearbeitet. Denn es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten und ich bin gespannt, auf welche man noch so treffen wird. Definitiv ein Pluspunkt.
Im 1. Band geht es vor allem um Rache und ich kann noch gar nicht sagen, wohin die Reise gehen soll. Wird das der Hauptstrang der Handlung bleiben oder wird vielleicht was anderes zum Hauptziel. Dies lässt sich im 1. Band noch nicht erahnen...

Nun mal zu einem Aspekt, der das Buch durchzieht wie kein anderer: Gewalt.
Man könnte es eine Enzyklopädie der Gewalt nennen. Ich musste mich direkt nachdem ich den Band beendet habe erst mal austauschen. Da ich niemand kannte, der den Manga gelesen hatte, war das schwer, aber ich hab direkt einige Sprachnachrichten an zwei Freunde geschickt. Die Atmosphäre ist unheimlich düster und man darf definitiv nicht zart besaitet sein.... dann ist der Manga nichts für einen.
Tabuthemen werden einige angesprochen und diese können natürlich ziemlich schockieren. Manche Handlungsstränge fühlten sich ein wenig erzwungen an, als wenn man noch einen Gewaltaspekt einbringen musste. Als sei all das andere noch nicht genug.
Das heißt natürlich nicht, dass ich die Gewalt im Manga gutheiße. Weniger wäre doch mehr gewesen. 

Übrigens gibt es eine Klappe die den Buchschnitt abdeckt. Klappt man sie aus, erhält man diese coole Illustration

Die Zeichnungen haben mir ausgesprochen gut gefallen, wobei das eben auch eine Geschmackssache ist. Sie wirken ein wenig skizzenhaft, wie schnell dahin gemalt, aber gleichzeitig sind sie sehr detailreich und bringen die bedrückende Atmosphäre sehr gut rüber. Besonders das Cover ist natürlich ein Schmuckstück...
Einziger Nachteil, manche Charaktere sahen sich seeeehr ähnlich. Das konnte in einigen Aspekten sehr verwirrend sein. Hier wäre etwas mehr Vielseitigkeit in den Gesichtern der Charaktere ganz gut gewesen.

Die Charaktere fand ich sehr interessant. Schaut man sich den Hauptcharakter - Agni - an, dann hat man einen sehr vielfältigen Charakter vor sich. Er ist eigentlich ein liebes Kind, welches nur die Dorfbewohner und seine Schwester beschützen will. Er kümmert sich liebevoll um andere und kann seine eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund stellen. Er trotz den Schmerzen und den Qualen, um andere zu schützen. Dann ändert sich sein Leben von Jetzt auf Gleich und man lernt einen schweigsamen, von Rache angetriebenen Agni kennen. Er ist wütend, verspürt enorm viel Hass und gleichzeitig ist dort aber noch dieses liebe Kinderherz, welches er aber zu verstecken versucht.

Fazit:
Fire Punch ist definitiv keine leichte Kost und kommt daher auch mit einem FSK 18 daher. Es enthält sehr viel Gewalt und ist daher nicht für jeden geeignet. Mich hat der Manga auf Grund dessen noch eine ganze Weile beschäftigt und ich musste auch erst mal verdauen und überlegen, ob es mich überhaupt anspricht. Tendenziell stört mich Gewalt in Büchern, Comics oder Manga nicht, doch hier war es eine ganze Menge auf einmal. Tabuthemen, derbe Sprache und eine verstörende Zukunft.... das beschreibt den Manga wohl am ehesten. Ich bin zum Glück nicht sonderlich empfindlich bei so Themen, aber wenn ihr das seid, dann ist es mit Vorsicht zu genießen. Wer die oben genannten Punkte aber nicht störend findet, für den ist Fire Punch geeignet.

Mir fällt es sehr schwer, den Manga eine Beurteilung zu geben... letztendlich kommt es sehr stark drauf an, wie viel man verkraftet und wie sehr man mit Gewalt klarkommt. Ich werde mal in Band 2 reinschauen, da ich viele positive Stimmen gehört habe. Mal schauen wie es sich entwickelt.

Außerdem würde ich dem Ganzen eine Trigger Warnung zuordnen, denn es gibt Themen, die sind echt nicht ohne. Klicke hier, wenn du eine Auflistung der Themen sehen möchtest.

Eine genaue Einsortierung finde ich allerdings schwierig, weshalb ich euch nur weitere Rezensionen verlinken werde.

WEITERE REZENSIONEN ZUM MANGA

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Fire Punch
Mangaka: Tatsuki Fujimoto
Übersetzung: Yvonne Gerstheimer
Verlag: Kazé Manga
ISBN: 978-2-88951-008-5
Preis: 7,50€
Seitenanzahl: 208
FSK: 18
Reihe?: Ja, Band 1 von 8

Klappentext:
Eis hat die Welt in Ödland verwandelt. Kälte und Hunger treiben die Menschen in den Wahnsinn. Agni und seine Schwester Luna aber sind „gesegnet“. Oder doch eher „verflucht“? Ihre Fähigkeit zur Regeneration macht sie zu einem nachwachsenden Rohstoff – Fleisch – und daran sind einige Menschen sehr interessiert. Als Luna ihnen schließlich zum Opfer fällt, wird Agni zum Feuer der Rache selbst.

Freitag, 9. August 2019

Eine Ode an die Bücher | Ich mag keine Bücher. Nie. Niemals. Nie" von Emma Perry & Sharon Davey

Von Am August 09, 2019

[REZENSIONSEXEMPLAR] Heute habe ich euch eine ganz besondere Rezension mitgebracht, denn ich durfte eines der ersten Bücher aus dem neu gegründeten Dragonfly Verlag rezensieren und direkt ist dieses Kinderbuch ein Highlight geworden. 

Ich mag keine Bücher. Nie. Niemals. Nie ist ein Buch über die Liebe zum Buch und wie man sie vielleicht nicht auf Anhieb entdeckt. Ich konnte mich so sehr mit der Protagonistin Marla identifizieren - trotz das es ein Kinderbuch ist. Eines ist aber klar:

Ein Muss für alle kleinen (und großen) Bücherwürmer!

Klappentext:
Marla jongliert mit Büchern, benutzt sie als Leiter oder als Schlitten. Aber lesen? NIEMALS! Bücherlesen ist nämlich doof! Bis es Marlas Büchern reicht. Sie wollen ihr endlich zeigen, was in ihnen steckt. Und - SCHWUPPS - befindet sich Marla ganz tief zwischen den Buchseiten.

Rezension:
Ein Buch, welches wohl allen Bücherwürmern aus dem Herzen spricht. Bücher bedeuten Abenteuer, Spannung, Action, Gefühle und Freude. Marla ist zunächst kein Fan von Büchern und kann mit ihnen nicht viel anfangen, doch als die Bücher genug haben und Marla in ihre Welten hineinziehen (ihr aber nicht das Ende der Geschichten verraten), will Marla sofort lesen. Es spricht das Bücherherz gerade deswegen so an, weil jeder das Gefühl kennt in die Welt hineingezogen zu werden und all diese bunten Abenteuer zu erleben. Marla, und der Leser, werden Teil dieser Welt und müssen einfach wissen wie es weitergeht. 

Das Buch wirkt wie eine Ode an die Bücher. Ein für mich ganz wichtiger Punkt, denn dieses Buch zeigt ganz klar, wie wichtig Bücher sind. Bzw. wie wichtig das Lesen ist. Ich arbeite selber in einer Kita und muss leider sagen, dass viele Kinder dort nichts mit Bücher anfangen können. Ein wirklich trauriger Zustand, da Bücher für Kinder enorm wichtig sind. Das Buch zeigt deutlich, wie viel Spaß Bücher machen und wie vielen Möglichkeiten  sie bieten. Für mich ist dies eine ganz wichtige Botschaft des Buches und einer der Hauptgründe, weshalb es mich begeistern konnte. 

Quelle: Harper Collins
Ich bin fest davon überzeugt, dass wenn ich dieses Buch unseren Kitakindern vorlese, sie viel Spaß an dem Buch haben werden. Ich denke nicht, dass sie sofort anfangen Bücher zu lieben, aber das Buch bietet Humor und Spannung zugleich. Es entspricht dem, wie Kinder denken. Mit viel Humor, Fantasie, Magie und Spannung. Es fesselt und macht neugierig. Gerade als die Geschichten erzählt werden, will man einfach wissen wie die Geschichte ausgeht - doch leider erzählen einem die Bücher das ja nicht. Dadurch wird immer wieder eine Spannung aufgebaut, welche die Kinder ganz bestimmt fesseln wird. Dann wäre da noch Marla, welche ein sehr authentisches Kind ist und mit der sich nicht nur ich, sondern auch Kinder, gut identifizieren können. 
Die Illustrationen sind dabei sehr detailreich und farbenfroh, was die Atmosphäre des Buches ebenfalls super unterstreicht. Sie sind nicht zu kitschig oder langweilig. Es macht Spaß sich die Bilder anzuschauen und man kann vieles entdecken. Auch ohne einen Erwachsenen kann sich das Kind das Buch gut anschauen, wobei es mit Text sicherlich eine schönere Erfahrung ist. 

Fazit:
Ich mag keine Bücher. Nie. Niemals. Nie ist ein absolut wunderschönes Kinderbuch über die Liebe zu Büchern, auch wenn sie von Marla erst entdeckt werden muss. Für alle großen und kleinen Bücherwürmer ein großer Spaß mit Spannung und Humor. Das Buch wirkt wie eine Ode an die Bücher und macht unglaublich Spaß. Mit fröhlichen, bunten Illustrationen fesselt es und lässt einen neugierig werden auf all die zahlreichen Abenteuer zwischen den Seiten. Empfohlen ist das Buch ab 4 Jahren, was meiner Meinung nach passt. Wobei sicherlich auch ein dreijähriges Kind viel Freude daran haben kann. Definitiv ein Buch, welches in jedem Kinderzimmer zu finden sein sollte. 

Das Buch erscheint übrigens am 19.08.2019.


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Ich mag keine Bücher. Nie. Niemals. Nie
Autorin: Emma Perry
Illustrationen: Sharon Davey
Seitenanzahl: 32
ISBN: 9783748800040
Preis: 14,00€
Erscheinungstermin: 19.08.2019

Klappentext:
Marla jongliert mit Büchern, benutzt sie als Leiter oder als Schlitten. Aber lesen? NIEMALS! Bücherlesen ist nämlich doof! Bis es Marlas Büchern reicht. Sie wollen ihr endlich zeigen, was in ihnen steckt. Und - SCHWUPPS - befindet sich Marla ganz tief zwischen den Buchseiten.

Montag, 5. August 2019

Wie ein Manga nach Deutschland kommt | Interview mit dem Cross Cult Verlag (Manga Cult)

Von Am August 05, 2019

Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, bin ich in letzter Zeit wieder auf den Geschmack gekommen was Manga angeht. Daher habe ich mich mit Redakteurin Lea Heidenreich vom CrossCult Verlag in Verbindung gesetzt und durfte ihr und der Übersetzerin Verena Maser des Verlags ein paar Fragen stellen. Dabei ging es darum, wie ein Manga überhaupt zu uns findet und welche Schritte es bis zur Veröffentlichung zu gibt.

Viel Spaß bei dem Interview!

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Mangas erfreuen sich schon lange großer Beliebtheit und ich habe das Gefühl, dass es stetig mehr wird. Ich danke Dir daher sehr, dass Du dir die Zeit genommen hast, um meine Fragen zu beantworten. Denn der Weg eines originalen Manga nach Deutschland ist vermutlich nicht mal eben so geschehen...
Wie werdet Ihr denn auf Manga aufmerksam und wie finden sie den Weg zu Euch? Es gibt ja sicherlich viele Neuerscheinungen aus Japan.
Es gibt viele Wege, wie wir auf Manga aufmerksam werden. Wir bekommen von den japanischen Verlagen regelmäßig Informationen über Neuerscheinungen, aber wir informieren uns auch darüber, was in anderen Ländern (USA, Frankreich) lizenziert wurde, welche Titel eine Animelizenz bekommen werden, welche Themen bei den deutschen Fans gerade beliebt sind. Und wir haben eine ganz lange Liste mit Titelwünschen unserer Leser, die wir auch immer wieder zu Rate ziehen.


Wie viele Male wird sich so ein Manga angeschaut, bevor Ihr euch dafür entscheidet? Und entscheidet es nur eine Person oder gibt es eine Redaktion, die sich dafür zusammensetzt? 
In der Regel entscheiden das Micha und ich vom Team Manga Cult. Unsere Auswahl stellen wir unserem Chef vor, der in der Regel ganz zufrieden mit unserer Auswahl ist. Manche Titel werden monatelang diskutiert, aber bei einigen geht es auch ganz schnell. Cells at Work zum Beispiel war so ein Manga, bei dem keiner von uns lange überlegen musste.


Existieren bestimmte Themen, welche in Deutschland funktionieren und manche die hier vielleicht eher schwierig sind, dafür aber in Japan gut ankommen?
Zumindest bei kommen die Fantasymanga momentan sehr gut an, aber solche Titel laufen auch in Japan in der Regel sehr gut. Schwieriger ist es mit historischen Manga. Es gibt da einige Reihen, die in Japan extrem populär sind, und die es nie nach Deutschland geschafft haben. Der durchschnittliche Leser in Deutschland würde sich bei so hochspeziellen Themen wohl eher schwer einfinden. 


Ihr kennt die Mangas ja zunächst auch nur auf Japanisch. Gibt es eine Übersetzung für euch oder sprecht ihr etwa alle japanisch?
Micha und ich sprechen Japanisch. Aber da bei Manga der Zeichenstil immer eine große Rolle spielt, werfen auch unsere Kollegen ohne Japanischkenntnisse gern einen Blick auf unsere Wunschtitel. Schließlich sprechen auch den Leser im Buchhandel zuallererst das Cover und die Zeichnungen an.




Nun zu Fragen an Verena Maser, Übersetzerin beim CrossCult Verlag...
Die japanische Sprache ist eine sehr komplexe Sprache. Welche Schwierigkeiten oder Besonderheiten gibt es hier bei der Übersetzung zu beachten?
Zu viele, um sie hier alle aufführen zu können. (lach) Grundsätzlich sind Japanisch und Deutsch kaum miteinander kompatibel. Das fängt schon bei der Satzstruktur an: Im Deutschen haben wir Subjekt – Verb – Objekt, im Japanischen Subjekt – Objekt – Verb. Wenn im Manga Sätze auf mehrere Blasen aufgeteilt werden, ist das dann oft ein Problem.
Das Japanische ist eine „Kontextsprache“. Das klingt harmlos, bedeutet aber, dass man nicht immer alles sagt/schreibt, weil man davon ausgeht, dass das Gegenüber weiß, worum es geht. Im Deutschen muss man hingegen schon präzise sein und genau sagen, wer z.B. was über wen sagt – oder gesagt hat oder sagen könnte. 

Ich vermute mal, nun geht es zum Grafiker. Was für Aufgaben warten da auf euch? Werden die Zeichnungen noch überarbeitet oder bleibt es wie im Original?
Wir versuchen so wenig wie möglich an den Originalzeichnungen eines Mangas zu ändern. Soundworte zum Beispiel bleiben meist im Original stehen, und unsere Grafiker setzen die Übersetzung in einer passenden Schriftart daneben. Manchmal kommt man aber um die Retusche nicht herum. Schilder im Hintergrund bieten zum Beispiel oft nicht genug Platz, um den japanischen Text neben dem deutschen stehen zu lassen. Mein Lieblingsbeispiel ist die schwarze Kugel bei GANTZ, auf der regelmäßig Text erscheint. Sowas muss man retuschieren, sonst kann am Ende niemand mehr der Handlung folgen. ;)


Ein Manga besteht zu einem Großteil aus Zeichnungen, aber der Text spielt natürlich eine unheimlich große Rolle. Wenn man mal von dem Text in den Sprechblasen absieht, gibt es ja auch kleinere Texte wie Geräusche oder Ähnliches. Werden die ebenfalls "übersetzt"? Also gibt es dort zwischen Japan und Deutschland Unterschiede? Im Englischen sagt ja eine Katze zum Beispiel "meow" und im Deutschen "miau". Wie sieht es hier aus?
Soundwords, ein ewiger Quell der Freude … Im Japanischen gibt es zwei Kategorien von Soundwords: giongo, die tatsächliche Geräusche abbilden, und gitaigo, die Zustände abbilden. Sehr viele Geräusche/Zustände haben feste Soundwords, die auch wirklich von allen Japaner*innen immer gleich verstanden werden. Beispiel: „Zaaaa“ ist immer prasselndes Wasser, „doyo doyo“ ist immer ein Zustand nervöser Unruhe. Dafür gibt es auch ganze Lexika, mein Bevorzugtes hat rund 4.500 Einträge. Dazu kommen dann aber nochmal Geräusche, die sich die Mangakünstler*innen selber ausdenken, wo ich nach den Zeichnungen gehen muss.
Wie man das ganze übersetzt, ist dann wieder eine eigene Frage. Das Deutsche kennt kaum Soundwords, die immer dasselbe bedeuten. Meistens benutze ich den sog. „Erikativ“, „erfunden“ von der großen Donald-Duck-Übersetzerin Dr. Erika Fuchs: man kürzt vom Verb einfach das Ende weg, aus „zittern“ wird also z.B. „zitter“. Das funktioniert oft, findet aber bei Beschreibungen wie „plötzlich auftauch“ seine Grenzen. So was stelle ich dann gerne meinen Kolleg*innen zur Diskussion.
Japanische Katzen sagen übrigens „nyaa“.


Stellt die Leserichtung manchmal ein Problem da? Also von hinten nach vorne und von rechts nach links? Oder ist das für die Übersetzung kein Problem?
Es stellt nur ein Problem dar, wenn die Anordnung doch mal bewusst andersrum ist, also von links nach rechts gelesen werden muss, das kommt aber fast nie vor. Und Problem dann auch nur insofern, als dass ich aufpassen muss, den Dialogfluss entsprechend einzuhalten.


Was findest Du so spannend am Übersetzen eines Mangas? Wo siehst Du den Unterschied zu einem Roman?
Das Spannende bzw. das, was mich am meisten reizt, ist die Abwechslung: heute eine Liebesgeschichte, morgen ein Sci-Fi Abenteuer, übermorgen philosophierende Juwelen … Es wird einfach nie langweilig. Und jeder Manga ist eine eigene Herausforderung mit eigenen Wortspielen, Soundwords, Formulierungen, für die ich schöne deutsche Entsprechungen finden muss.
Ich schreibe auch selber Geschichten und Hörspiele (wenn ich denn mal die Zeit dazu finde) und dabei habe ich gemerkt, dass ich sehr viel lieber ausufernde Dialoge schreibe als Szenerien zu beschreiben. Insofern kommen mir Manga sehr entgegen, da diese ja auch zu 90% aus Dialogen bestehen. Andererseits bedeuten die Sprechblasen natürlich auch eine große Einschränkung beim Platzangebot, da beneide ich die Übersetzer*innen von Romanen manchmal, dass sie sich einfach auf der weißen Seite ausbreiten können.




Wie lange brauchst Du durchschnittlich für die Übersetzung eines Mangas?
Sehr, sehr unterschiedlich. Manche Bücher erscheinen beim ersten Durchlesen total unschuldig, beim Übersetzen tun sich dann aber plötzlich Abgründe auf … Ich bekomme von meinen Auftraggebern in der Regel ein bis zwei Monate Zeit pro Band und die sind auch nötig, weil ich gerne mal rohe Übersetzungen ein paar Tage liegen lasse, um dann noch mal mit „frischen Augen“ dranzugehen.

PS: Als Mit-Urheber*innen sehen wir Übersetzer*innen es gerne, wenn wir bei den Titel-Angaben unserer Bücher in Rezensionen mitgenannt werden :)


Danke für die wirklich interessanten Antworten zur Übersetzung. Doch für Lea habe ich da noch ein paar Fragen...
Welche Rolle spielt das Lektorat bei einem Manga und auch im Hinblick auf die Übersetzung? 
Lektorate sind immer wichtig. Nicht nur, um mögliche Fehler auszumerzen oder bei langen Reihen ein weiteres Auge auf konsistente Übersetzung zu werfen. Oft ist es auch gut, schwierige Stellen mit mehreren Leuten besprechen zu können. Und wenn der Text nicht in die Sprechblasen passt, ist es auch die Aufgabe des Lektors, ihn zu kürzen.


Jetzt sprechen wir die ganze Zeit von Mangas aus Japan. Gibt es auch Mangas, die direkt aus Deutschland stammen? 
Es gibt unheimlich viele talentierte deutsche KünstlerInnen, die es mitunter problemlos mit den japanischen Kollegen aufnehmen können! Bisher konnten wir aus verschiedenen Gründen im bei Manga Cult noch keine deutschen Titel veröffentlichen, aber in Zukunft würden wir so etwas auch gerne mal versuchen.


Nun eine große Frage: Wie lange dauert es ungefähr bis ein Manga (aus Japan) entdeckt, überarbeitet und schließlich bei uns im Laden steht? 
Das ist unterschiedlich. In der Regel muss man von der Übersetzung bis zur Auslieferung an den Buchhandel ein gutes halbes Jahr einplanen. Aber es gibt auch Titel, bei denen wir über ein Jahr auf die Zusage zur Lizenzierung gewartet haben. Es gibt Titel, deren Übersetzung sehr anspruchsvoll ist, wie zum Beispiel Golden Kamuy mit den Ainu-Passagen. In solchen Fällen dauert es auch mal länger.


Ich bedanke mich ganz herzlich für die tollen Antworten. Mir hat das Interview sehr viel Spaß gemacht und ich habe echt noch richtig viele neue Infos erfahren. Es ist echt interessant, wie viele Schritte es gibt und welche Schwierigkeiten. Vielen Dank an Euch beide! 

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Ich hoffe auch euch Lesern konnten die beiden noch ein paar neue Infos näher bringen und vielleicht Manga sogar etwas interessanter machen. Hinterlasst doch mal einen Kommentar, was ihr an Manga spannend findet oder vielleicht was euch aus dem Interview am meisten überrascht hat. 

Eure,

Samstag, 3. August 2019

Durchgeblättert | Juli 2019

Von Am August 03, 2019

Heute möchte ich euch wieder mal Beiträge anderer Blogger zeigen, die ich wirklich toll fand. Dabei habe ich das Ganze in verschiedene Kategorien aufgeteilt. So könnt ihr schnell finden, was euch am ehesten interessiert.

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Ich hoffe ihr konntet wieder Mal ein paar tolle Blogbeiträge entdecken.

>> Habt ihr Blogs auf denen ihr gerne lest? Nennt mir sie doch mal in den Kommentaren <<

Eure,

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