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Samstag, 9. Juli 2022

Rezension | Red, White and Royal Blue - Casey McQuiston

Von Am Juli 09, 2022

 

Darf ich euch eines meiner Jahreshighlights aus dem Jahr 2021 vorstellen? Gefühlt habe ich davon dieses Jahr einige. Unter anderem eben Red, White and Royal Blue von Casey McQuiston - oder auf Deutsch: Royal Blue. Ich werde euch Klappentext und Co. auf Deutsch hier reinpacken, obwohl ich das Buch auf Englisch gelesen habe. Ich hab allerdings so das Gefühl, dass man dieses Buch entweder liebt oder es hasst. Ich habe wenig Rezensionen im Mittelfeld gesehen.

Klappentext
Als seine Mutter zur ersten Präsidentin der USA gewählt wird, wird Alex Claremont-Diaz über Nacht zum Liebling der Nation: attraktiv, charismatisch, clever – ein Marketingtraum für das weiße Haus. Nur auf diplomatischer Ebene hapert es bei Alex leider ein wenig. Bei einem Staatsbesuch in England eskaliert Alexʼ schwelender Streit mit dem britischen Thronfolger Prinz Henry. Als die Medien davon Wind bekommen, verschlechtern sich die Beziehungen zwischen den USA und England rapide. Zur Schadensbegrenzung sollen die beiden jungen Männer medienwirksam ihre Versöhnung vortäuschen.
Doch was, wenn Alex und Henry dabei feststellen, dass zwischen ihnen eine Anziehung existiert, die über eine Freundschaft weit hinausgeht? Plötzlich steht nicht nur die Wiederwahl von Alexʼ Mutter auf dem Spiel …

Rezension
Ich habe dieses Buch geliebt! Ich habe eigentlich nie wirklich Romance oder RomComs gelesen, aber seit diesem Buch mag ich dieses Genre sehr gerne. 
"Red, White and Royal Blue" konnte mich vor allem aufgrund der Charaktere überzeugen, denn die sind eine wirklich bunte Mischung und waren mir alle äußerst sympathisch. Nicht nur die beiden Hauptcharaktere, Alex und Henry, sind wunderbar ausgearbeitet, sondern auch alle anderen haben ihren ganz eigenen Charakter erhalten. Dadurch wirkten sie nicht blass, sondern dürfen genau so strahlen wie Alex und Henry. Casey McQuiston schafft es, dass man mit jedem der Charaktere mitfiebert und sie alle irgendwie ins Herz schließt. Die Interaktionen zwischen ihnen sind wunderschön geschrieben und man spürt, wie sehr die Charaktere einander schätzen. Sie sind humorvoll, sarkastisch, charismatisch, individuell und gutherzig. Sie machen das Buch wirklich aus und die Charakterentwicklung ist top! Die Dynamik zwischen Alex und Henry ist absolut gut gelungen und dadurch wirkt die Geschichte umso realistischer. 


"𝑇ℎ𝑖𝑛𝑘𝑖𝑛𝑔 𝑎𝑏𝑜𝑢𝑡 ℎ𝑖𝑠𝑡𝑜𝑟𝑦 𝑚𝑎𝑘𝑒𝑠 𝑚𝑒 𝑤𝑜𝑛𝑑𝑒𝑟 ℎ𝑜𝑤 𝐼’𝑙𝑙 𝑓𝑖𝑡 𝑖𝑛𝑡𝑜 𝑖𝑡 𝑜𝑛𝑒 𝑑𝑎𝑦, 𝐼 𝑔𝑢𝑒𝑠𝑠. 𝐴𝑛𝑑 𝑦𝑜𝑢 𝑡𝑜𝑜. 𝐼 𝑘𝑖𝑛𝑑𝑎 𝑤𝑖𝑠ℎ 𝑝𝑒𝑜𝑝𝑙𝑒 𝑠𝑡𝑖𝑙𝑙 𝑤𝑟𝑜𝑡𝑒 𝑙𝑖𝑘𝑒 𝑡ℎ𝑎𝑡. 𝐻𝑖𝑠𝑡𝑜𝑟𝑦, ℎ𝑢ℎ? 𝐵𝑒𝑡 𝑤𝑒 𝑐𝑜𝑢𝑙𝑑 𝑚𝑎𝑘𝑒 𝑠𝑜𝑚𝑒."


Das Buch ist eine Achterbahn der Gefühle, denn man durchlebt so ziemlich alle Emotionen. Egal ob Trauer, Wut, Freude. Manchmal sogar alle gleichzeitig. Die Autorin schafft es, die Emotionen an den Leser zu transportieren.
Thematisch geht es nicht nur um die Beziehung zwischen Alex und Henry, sondern auch um Freundschaft, Selbstfindung und wie schwer dies manchmal ist, Lebensfreude, Freiheit und Familie. Diese bunte Mischung sorgt dafür, dass man beim Leben ständig grinsen muss. Dazu kommt dann noch der humorvolle Stil der Autorin, welcher mir sehr gefällt. Habe deshalb auch direkt ihre anderen Bücher gekauft. Ich habe das Buch in wenigen Tagen durchgelesen und war so traurig, als das Buch beendet war. Nicht wegen des Endes, sondern einfach, weil es nun vorbei war. Ich brauche ein Spin-off! 

Was dem ein oder anderen vielleicht komisch vorkommen mag wäre, dass manchmal die historischen und zeitlichen Hintergründe nicht ganz stimmen oder sehr verwirrend sind. Es ist manchmal etwa unklar, wann das Ganze genau spielt. 
Oh und die Sexszenen sind manchmal etwas unangenehm zu lesen. Nicht weil es um zwei Männer geht, aber einfach von der ganzen Beschreibung her. Aber das bin ich gewillt zu übergehen, denn alles andere drumherum konnte mich einfach begeistern. 
Eventuell könnte es für den ein oder anderen aber auch einen Hauch zu politisch sein und ein wenig zu kitschig. 

Fazit
Meine Rezension fällt ja doch sehr kurz aus, aber ich kann euch dieses Buch einfach nur ans Herz legen. Die Charaktere sind einfach unfassbar gut. Bunt, laut, leise, schrill, sympathisch, humorvoll, ausgefallen... all das und so viel mehr. Ich habe so viel gelacht und geweint bei diesem Buch (und das soll bei mir etwas heißen!) und würde es so gerne noch einmal zum 1. mal lesen können. Ein absolutes Herzensbuch. Ich denke, das Buch sollte jedem gefallen der Bücher mit diesen Themen mag: Enemies to Lovers, LGBTQ+, Romance und Found Family. 


WEITERE REZENSIONEN ZUM BUCH

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Royal Blue (Deutsch)
Autorin: Casey McQuiston
Übersetzung: Hannah Brosch
Cover: ZERO Werbeagentur, München
Seitenanzahl: 464
Erscheinungstermin: 01.04.2020
ISBN: 978-3-426-52615-6
Preis: 12,99€
Reihe?: Nein

Klappentext:
Als seine Mutter zur ersten Präsidentin der USA gewählt wird, wird Alex Claremont-Diaz über Nacht zum Liebling der Nation: attraktiv, charismatisch, clever – ein Marketingtraum für das weiße Haus. Nur auf diplomatischer Ebene hapert es bei Alex leider ein wenig. Bei einem Staatsbesuch in England eskaliert Alexʼ schwelender Streit mit dem britischen Thronfolger Prinz Henry. Als die Medien davon Wind bekommen, verschlechtern sich die Beziehungen zwischen den USA und England rapide. Zur Schadensbegrenzung sollen die beiden jungen Männer medienwirksam ihre Versöhnung vortäuschen.
Doch was, wenn Alex und Henry dabei feststellen, dass zwischen ihnen eine Anziehung existiert, die über eine Freundschaft weit hinausgeht? Plötzlich steht nicht nur die Wiederwahl von Alexʼ Mutter auf dem Spiel …

Freitag, 8. Juli 2022

Rezension | Der Glücksbringer: Verwünscht glücklich - Julia Zieschang [Rezensionsexemplar]

Von Am Juli 08, 2022
 

Heute bringe ich euch eine neue Rezension mit. Netterweise habe ich von der lieben Julia Zieschang ihr Buch als Rezensionsexemplar erhalten und habe es die letzten Wochen gelesen. Sicherlich hätte ich euch die Rezension schon viel früher zeigen können, aber ich hatte wenig Zeit und kam nicht so oft zum lesen...


Inhalt
Seit dem Tod ihrer Zwillingsschwester zieht sich die sechzehnjährige Mia immer mehr von der Außenwelt zurück und verkriecht sich stattdessen in ihren Buchwelten. Als sie von einem Glücksbringer ein magisches Kleeblatt, das ihr einen Herzenswunsch erfüllen soll, geschenkt bekommt, wünscht sie sich, dass sie sich wieder jemandem verbunden fühlt.
Doch der Wunsch geht schief und Mia ist fortan auf magische Weise mit dem Partygänger und Frauenheld Felix untrennbar vereint. Ausgerechnet Felix, mit dem sie nichts gemein hat, außer dem Drang, den Wunsch schnellstmöglich wieder rückgängig zu machen. In ihrer Verzweiflung begeben sie sich auf die Suche nach dem Glücksbringer, damit dieser die Verbindung zwischen ihnen aufhebt. Dies ist der Beginn eines Roadtrip-Abenteuers bis nach Irland. Doch was passiert, wenn sie den Glücksbringer nicht finden? Müssen sie dann für immer aneinandergekettet bleiben?

Rezension
Mir hat das Buch einige schöne Lesestunden beschert. Zu Beginn musste ich mich erst einmal an die jüngeren Charaktere gewöhnen, da ich nur noch selten Bücher lese, welche sich thematisch mit Teenagern auseinandersetzen. Dies ging allerdings sehr schnell, denn Julia Zieschang schreibt sehr locker und humorvoll. Ich fand ihren Schreibstil sehr angenehm zu lesen und so flogen die Seiten nur so dahin. Die Geschichte ist an sich eine sehr schöne, humorvolle und lockere Geschichte, aber in Verbindung mit ernsten Themen. Diese werden aber angemessen von der Autorin aufgegriffen (Triggerwarnung: Tod / Verlust eines geliebten Menschen). Ich fand, sie ging sehr umsichtig, aber gleichzeitig auch ehrlich mit dem Thema um. Ich konnte gut nachvollziehen, wie Mia sich fühlt und was sie durchmacht. 

Insgesamt fand ich die Geschichte echt süß und habe den Roadtrip von Mia und Felix gerne verfolgt. Die Charaktere machen eine wirklich schöne Entwicklung durch, wenn auch in einem sehr kurzen Zeitraum. Ihre Mutter fand ich manchmal etwas anstrengend, aber ich glaube, dass war fast schon mit Absicht, da so Mias gegensätzlicher Charakter mehr zum Vorschein kam. Mia ist nämlich zu Beginn eher verschlossen, ist lieber alleine und zieht sich ein wenig aus ihrem eigenen Leben zurück und rein in die Welt der Bücher. Sie trauert sehr und hat ein wenig ihren Weg verloren. 
Felix wirkt anfangs arrogant, selbstverliebt und gehässig... aber wie ihr es euch denken könnt, hat er noch eine andere Seite. Ich möchte da aber nicht zu sehr drauf eingehen, um euch nicht zu spoilern. 

Der Handlung konnte ich sehr gut folgen und fand das Konzept auch sehr schön. Ein Roadtrip ist nichts Neues, aber ich mochte es sehr wie die Autorin die Fantasy-Elemente eingebaut hat. Eine magische Verbindung durch einen Wunsch finde ich eine lustige Vorstellung. Auch die kleinen Details und Hinweise auf die irische Mythologie fand ich interessant. Zudem gibt es noch viele kleinere Handlungen, welche in die Geschichte einfließen. Meistens in Bezug auf die anderen Charaktere. Ich empfand es so, dass diese nahtlos in die Hauptgeschichte einfließen. Daher ist dies gar nicht wirklich aufgefallen beim Lesen. 
Zudem gab es auch einige Wendungen und Aspekte, die mich überrascht haben und die ich nicht erwartet habe. Die Grundgeschichte ist ja doch zu erahnen, aber es gab einige Punkte, die das Ganze doch wieder spannend gemacht haben und echt schön waren. 



Fazit
"Der Glücksbringer: verwünscht glücklich" ist ein humorvolles Buch, mit einem doch auch ernsten Thema. Ich hatte einige schöne Lesestunden und freue mich bereits auf Band 2. Die Charakterentwicklung hat mir sehr gut gefallen und auch der Umgang der Autorin mit den ernsten Themen fand ich sehr gelungen. Ich denke gerade jüngeren Lesern im Alter der Charaktere (16,17,18) kann dieses Buch Freude bereiten, denn es gibt Hoffnung, dass man auch als nicht ganz so lauter Mensch, Freunde findet und Abenteuer erleben kann. 
Manchmal war mir dies jedoch ein klein wenig zu viel im Fokus, denn es wurde doch  wirklich sehr oft erwähnt, dass Mia mehr aus sich herauskommen muss, als dass ihre ruhige Art einfach akzeptiert wurde.
Natürlich kann es auch jedem der älter ist das Buch gefallen ;) 
Ich denke, wer diese Themen mag, mag vielleicht auch dieses Buch: Roadtrip, Freundschaft und Liebe, Selbstfindung, Humor, ein Hauch von Fantasy und Teenagergeschichten (in Bezug auf Alter der Charaktere und einiger typischer Verhaltens- und Denkweisen). Insgesamt ein sehr schöner Roman.


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Der Glücksbringer: Verwünscht glücklich
Autorin: Julia Zieschang
Verlag: Selfpublished
Cover: Ilka Brühl
Seitenanzahl: 350
Erscheinungstermin22. Februar 2022
ASIN: B09MJ7LSMN
Preis: 4,99€
Reihe?: Ja, Band 1 (unabhängig voneinander)

Klappentext:
Seit dem Tod ihrer Zwillingsschwester zieht sich die sechzehnjährige Mia immer mehr von der Außenwelt zurück und verkriecht sich stattdessen in ihren Buchwelten. Als sie von einem Glücksbringer ein magisches Kleeblatt, das ihr einen Herzenswunsch erfüllen soll, geschenkt bekommt, wünscht sie sich, dass sie sich wieder jemandem verbunden fühlt.
Doch der Wunsch geht schief und Mia ist fortan auf magische Weise mit dem Partygänger und Frauenheld Felix untrennbar vereint. Ausgerechnet Felix, mit dem sie nichts gemein hat, außer dem Drang, den Wunsch schnellstmöglich wieder rückgängig zu machen. In ihrer Verzweiflung begeben sie sich auf die Suche nach dem Glücksbringer, damit dieser die Verbindung zwischen ihnen aufhebt. Dies ist der Beginn eines Roadtrip-Abenteuers bis nach Irland. Doch was passiert, wenn sie den Glücksbringer nicht finden? Müssen sie dann für immer aneinandergekettet bleiben?


Montag, 9. August 2021

Kurzrezension | Das Labyrinth von London - Benedict Jacka [Rezensionsexemplar]

Von Am August 09, 2021

 

Für "das Labyrinth von London" habe ich wahnsinnig lange gebraucht und es auch mehrmals abgebrochen und wieder angefangen. Ich habe das Buch als Rezensionexemplar erhalten und wollte daher natürlich das Buch beenden. Und auch wenn es laaange gedauert hat, habe ich dies dann auch getan.
Leider konnte mich das Buch nur wenig überzeugen, was ich echt schade finde. Ich kenne viele, welche diese Reihe lieben - und ich hätte dies auch sehr gerne.

Klappentext
Willkommen in London! Wenn Sie diese großartige Stadt bereisen, versäumen Sie auf keinen Fall einen Besuch im Emporium Arcana. Hier verkauft der Besitzer Alex Verus keine raffinierten Zaubertricks, sondern echte Magie. Doch bleiben Sie wachsam. Diese Welt ist ebenso wunderbar wie gefährlich. Alex zum Beispiel ist kürzlich ins Visier mächtiger Magier geraten und muss sich alles abverlangen, um die Angelegenheit zu überleben. Also halten Sie sich bedeckt, sehen Sie für die nächsten Wochen von einem Besuch im Britischen Museum ab und vergessen Sie niemals: Einhörner sind nicht nett!

Rezension
Die grundsätzliche Handlung finde ich gut. Ich mochte die Idee, dass Alex in die Zukunft schauen kann und unterschiedliche Stränge sogar dabei wahrnehmen / sehen kann. Das alleine fand ich schon echt interessant. Doch irgendwie kam bei mir keine Spannung auf. Selbst die Stellen, die echt spannend hätten sein können, haben mich einfach nicht richtig mitgenommen. Ich empfand es manchmal als holprig.
Zu Beginn hatte ich auch etwas Probleme in die Handlung zu finden, denn ich habe mich so hineingeworfen gefühlt. Das passiert mit selten... Ich glaube eine kleine Einführung in die Welt wäre gar nicht schlecht gewesen und hätte mir als Leser sehr geholfen. 
Für den Schreibstil braucht ich etwas Zeit um mich an ihn zu gewöhnen, aber dann lässt er sich ganz gut lesen. 



Mit den Charakteren bin ich leider nicht richtig warm geworden. Ich hatte nie das Gefühl sie richtig kennen zu lernen. Als würde da immer eine Art unsichtbare Wand zwischen ihnen und dem Leser stehen. Sie wirken blass und manchmal etwas fremd. Sehr schade, denn sie haben Potenzial. Sehr verschiedene Arten der Magie machen sie ja eigentlich schon sehr individuell.

Gut wiederum haben mir nämlich die verschiedenen Arten von Magie gefallen. Wie bereits erwähnt fand ich den Aspekt mit den Zukunftsträngen super aber auch Starbreeze und seine Eigenschaften als Luftelementar fand ich richtig cool! Das wäre im realen Leben schon sehr praktisch, wenn man einfach so den Ort wechseln könnte. Dann gibt es noch Gestaltwandler, Flüche und Wesen. Im Grunde alles was man sich wünschen kann.


Fazit
Ich weiß nicht ob ich mit zu hohen Erwartungen an die Geschichte herangegangen bin, aber leider wurde ich ziemlich enttäuscht. Ich hatte so viel Gutes über das Buch gehört und habe es wohl deswegen immer wieder neu begonnen. Ich wollte ihm eine Chance geben. Leider konnte ich einfach nicht warm werden mit den Charakteren, was für mich einfach eine ganz wichtige Sache beim lesen ist. Die Spannung ist nicht übergesprungen, obwohl es mehr als nur eine Gelegenheit dafür gab. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Potenzial nicht richtig genutzt wurde. Wirklich schade, denn es gibt ja noch einige Bände und ich hatte mir mehr erhofft. Vielleicht ging es aber auch nur mir so...

WEITERE REZENSIONEN ZUM BUCH


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Das Labyrinth von London
Autor: Benedict Jacka
Verlag: Blanvalet
Übersetzung: Michelle Gyo
Cover: Max Meinzold 
Seitenanzahl: 412
Erscheinungstermin:
ISBN: 978-3-7341-6165-0
Preis: 9,99€
Reihe?: Ja, Band 

Klappentext:
Willkommen in London! Wenn Sie diese großartige Stadt bereisen, versäumen Sie auf keinen Fall einen Besuch im Emporium Arcana. Hier verkauft der Besitzer Alex Verus keine raffinierten Zaubertricks, sondern echte Magie. Doch bleiben Sie wachsam. Diese Welt ist ebenso wunderbar wie gefährlich. Alex zum Beispiel ist kürzlich ins Visier mächtiger Magier geraten und muss sich alles abverlangen, um die Angelegenheit zu überleben. Also halten Sie sich bedeckt, sehen Sie für die nächsten Wochen von einem Besuch im Britischen Museum ab und vergessen Sie niemals: Einhörner sind nicht nett!


Freitag, 6. August 2021

Rezension | Folk of the Air Trilogy [The Cruel Prince Band 1-3) - Holly Black

Von Am August 06, 2021

 


Man glaubt es kaum, aber ich schreibe tatsächlich mal wieder eine Rezension... Ich weiß ich hatte gesagt, dass ich mich wieder mehr melden möchte und bin dann in der Versenkung verschwunden. Tja, ich würde mal behaupten der Plan ist nach hinten losgegangen... 
Aber ich das möchte ich gerne ändern. Ich habe in letzter Zeit sehr viel gelesen und heute bringe ich euch daher die Rezension zu einer einfach nur richtig guten Trilogie mit. Ups, jetzt habe ich das Ende der Rezension gespoilert. Naja, was solls!

Worum geht es im 1. Band?
[Englisch] Of course I want to be like them. They're beautiful as blades forged in some divine fire. They will live forever. And Cardan is even more beautiful than the rest. I hate him more than all the others. I hate him so much that sometimes when I look at him, I can hardly breathe. One terrible morning, Jude and her sisters see their parents murdered in front of them. The terrifying assassin abducts all three girls to the world of Faerie, where Jude is installed in the royal court but mocked and tormented by the Faerie royalty for being mortal. As Jude grows older, she realises that she will need to take part in the dangerous deceptions of the fey to ever truly belong. But the stairway to power is fraught with shadows and betrayal. And looming over all is the infuriating, arrogant and charismatic Prince Cardan...

[Deutsch] »Natürlich möchte ich wie sie sein. Sie sind unsterblich. Cardan ist der Schönste von allen. Und ich hasse ihn mehr als den Rest. Ich hasse ihn so sehr, dass ich manchmal kaum Luft bekomme, wenn ich ihn ansehe …« Jude ist sieben, als ihre Eltern ermordet werden und sie gemeinsam mit ihren Schwestern an den Hof des Elfenkönigs verschleppt wird. Zehn Jahre später hat Jude nur ein Ziel vor Augen: dazuzugehören, um jeden Preis. Doch die meisten Elfen verachten Sterbliche wie sie. Ihr erbittertster Widersacher: Prinz Cardan, der jüngste und unberechenbarste Sohn des Elfenkönigs. Doch gerade ihm muss Jude die Stirn bieten, wenn sie am Hof überleben will...

Rezension
Ich glaube ich habe schon lange keine Reihe so schnell gelesen wie diese. Als ich mit dem ersten Band anfing, war ich zunächst unsicher, denn der erste Band hat Schwächen. Manchmal wirkten Stellen ein wenig zu kurz und fast schon naiv, aber durch den wirklich wunderschönen und bildhaften Stil bin ich dran geblieben. Ich liebe die Feenwelt. Die vielen Tiere, Wesen, Pflanzen und alles was dazu gehört. Wie die Autorin sie beschreibt und man einfach das Gefühl hat, in diese Feenwelt zu fallen und Teil der Geschichte zu sein. Unfassbar detailreich, weshalb ich für alle, welche gerne mal auf Englisch lesen wollen, dieses Buch nicht als Anfängerbuch empfehlen würde. 


Jude Duarte war für mich eine ganz besondere Protagonistin. Sie ist... eigen, dass muss man wirklich sagen. Und ich kann gut verstehen, wenn man sie nicht von Anfang an mag. Sie ist stur, störrisch und oft auch sehr Ich-bezogen. Sie will auf Teufel komm raus ihre Ziele umsetzen und geht dafür über Leichen. Sie hat ein enormes Machtstreben und versucht alles, um als Mensch in der Welt der Feen (obwohl ich glaube im deutschen  sind es Elfen.. aber ich übersetze Faerie einfach mit Feen) zurecht zu kommen. Sie will ihr Schwächen nicht einfach akzeptieren und tut alles dafür, in den Rängen der Feen aufzusteigen. Für mich eine sehr ungewöhnliche Protagonistin, denn diese sind ja meistens lieb, eher zurückhaltend und manchmal oft etwas naiv. Ich fand das eine gelungene Abwechslung und würde gerne mehr solcher Protas sehen. Aber wie gesagt, ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht jedermanns Sache ist. 
Cardan erfüllt ein paar Clichés, aber trotzdem mochte ich ihn sehr. Er ist der gutaussehende Prinz und zu Beginn ist man sich als Leser absolut nicht sicher, welche Rolle er noch spielen wird. Er und Jude sind alles andere als Freunde und gerade darin liegt der Reiz der Geschichte. Cardan ist arrogant, selbstverliebt und kann schnell wütend werden. Aber er hat auch eine andere Seite, welche man erst nach und nach kennenlernt.
Ich mochte die Charakterentwicklung der beiden richtig gerne. Insbesondere da sie sich über alle Bände erstreckt und somit nicht alles auf einmal passiert. 

Die Handlung fand ich im ersten Band noch etwas.... langsam. Hier und da hat es mir an Spannung gefehlt, doch ab dem 2. Band ging es aufwärts und ich konnte das Buch kaum weglegen. Die vielen Intrigen, Pläne und Wirrungen sorgen stets für neue Momente und so war ich bis zum Schluss nie zu 100% sicher was genau passieren wird. Die Feen sind keine zuckersüßen, umherschwirrenden Feen - sie sind düster, blutdurstig und rachsüchtig. Die Handlung ist dementsprechend eine Mischung aus düster, feenhaft, ein wenig Naivität und Blut. Ich fand das eine tolle Mischung!

Fazit
Für mich war das Buch eine absolute Überraschung, denn ich habe eine süße Geschichte erwartet und bekam eine blutige, rachsüchtige Geschichte mit einer Protagonistin die ich im Normalfall bestimmt nicht mögen würde. Aber sie hat so gut in die Geschichte und die Welt gepasst, dass es einfach alles abgerundet und perfekt gewirkt hat. Es gab so viele Details die ich spannend fand wie z.B. die menschlichen Sklaven, die Tatsache das Feen nicht lügen können und wie dies von der Autorin umgesetzt wurde. Ich hab mich in diese Reihe auf Anhieb verliebt und wünschte es gäbe noch mehr Bände. 


WEITERE REZENSIONEN ZUM BUCH

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The Cruel Prince 
Autorin: Holly Black
Seitenanzahl: 384
Erscheinungstermin: 26.07.2018
ISBN: 978-1-4714-0727-7
Preis: ab 7,29€
Reihe?: Ja, Band 1

Klappentext:
[Englisch] Of course I want to be like them. They're beautiful as blades forged in some divine fire. They will live forever. And Cardan is even more beautiful than the rest. I hate him more than all the others. I hate him so much that sometimes when I look at him, I can hardly breathe. One terrible morning, Jude and her sisters see their parents murdered in front of them. The terrifying assassin abducts all three girls to the world of Faerie, where Jude is installed in the royal court but mocked and tormented by the Faerie royalty for being mortal. As Jude grows older, she realises that she will need to take part in the dangerous deceptions of the fey to ever truly belong. But the stairway to power is fraught with shadows and betrayal. And looming over all is the infuriating, arrogant and charismatic Prince Cardan...

[Deutsch] »Natürlich möchte ich wie sie sein. Sie sind unsterblich. Cardan ist der Schönste von allen. Und ich hasse ihn mehr als den Rest. Ich hasse ihn so sehr, dass ich manchmal kaum Luft bekomme, wenn ich ihn ansehe …« Jude ist sieben, als ihre Eltern ermordet werden und sie gemeinsam mit ihren Schwestern an den Hof des Elfenkönigs verschleppt wird. Zehn Jahre später hat Jude nur ein Ziel vor Augen: dazuzugehören, um jeden Preis. Doch die meisten Elfen verachten Sterbliche wie sie. Ihr erbittertster Widersacher: Prinz Cardan, der jüngste und unberechenbarste Sohn des Elfenkönigs. Doch gerade ihm muss Jude die Stirn bieten, wenn sie am Hof überleben will...

Montag, 1. März 2021

Rezension | Federn über London - Sabine Schulter (Jahreshighlight 2020; Rezensionsexemplar)

Von Am März 01, 2021

Heute möchte ich euch mein 2. Jahreshighlight 2020 vorstellen. Feder über London von Sabine Schulter. Ich habe das Buch schon vor einer Weile gelesen und versuche noch schon ewig diese Rezension zu schreiben. Irgendwie war ich nie mit ihr zufrieden... ich hoffe, dass ich jetzt endlich die richtigen Worte gefunden habe. 

Ich habe das eBook übrigens als Rezensionsexemplar erhalten, was jedoch keinen Einfluss auf die Bewertung hatte.

Klappentext
Als Clear erwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern. Weder weiß sie, wer sie ist, noch warum sie in einer Wanne voller blauem Wasser liegt. Als ihr eröffnet wird, dass sie gestorben ist und von nun an als Todesengel in London Seelen sammeln soll, glaubt sie an einen üblen Scherz.
Doch die schwarzen Schwingen auf ihrem Rücken überzeugen sie von der Wahrheit.
Zusammen mit ihrem Teamleiter Ease und den anderen Todesengeln sorgt sie von nun an dafür, dass die Seelen der Verstorbenen zurück in den Lebensstrom gelangen. Allerdings wartet in der Welt der Übersinnlichen noch viel mehr auf Clear und auch Londons Unterwelt mit all ihren magischen Wesen ist in Aufruhr. Denn das dunkle Nichts hat sich gerade jetzt vorgenommen, die Millionenmetropole ins Chaos zu stürzen.

Rezension
Sabine Schulter konnte mich erneut mit ihrem neusten Werk (wobei zu dem Zeitpunkt wo ich dies hier schreibe bereits Band 2 erschienen ist) überzeugen. Die Geschichte rund um Clear hat mich wirklich begeistert. Ich lese ja aktuell recht wenig, aber Federn über London hat mich komplett an das Buch gefesselt und innerhalb weniger Tage hatte ich das Buch beendet. Es war ein total komisches Gefühl, als das Buch beendet war, denn ich war so in diese Geschichte eingetaucht, dass ich sofort weiterlesen wollte. Daher ist Band 2 natürlich mittlerweile auch eingezogen, damit ich sofort wieder in die Welt der Engel Londons eintauchen kann. 

Und hier möchte ich auch direkt ansetzen: Die Engel.
Es gibt Schutzengel und Todesengel, was mich nicht sofort hat aufschreien lassen, da ich eigentlich kein großer Fan von Engelsgeschichten bin, aber hier wurde ich schnell eines besseren belehrt. Die Todesengel sind nicht düster und gefährlich, stattdessen möchte man gerne Teil dieser Gruppe sein und zusammen mit ihnen ihre Arbeit erleben. Wie cool wäre es denn bitte, Seelen einzusammeln und wieder in unsere Welt zurück zu bringen. Ich finde diesen Gedanken sehr schön. Das ganze Konzept der Engel und ihrer Aufgaben war einfach richtig gut ausgearbeitet und konnte mich deshalb einfach mitreißen. 
Dazu gehört auch, wie nahtlos Sabine Schulter ihre Welt der Engel in unsere reale Welt integriert. Sie hat eine ganz eigene Welt geschaffen, die ich zu gerne erleben würde. Besonders die Vellas finde ich sehr interessant und erhoffe mir noch mehr über sie zu erfahren. 

Neben der Welt und den Wesen in ihr, konnten mich auch die Charaktere überzeugen. Sie sind einfach... realistisch. Ich mag ihre Art. Sie haben Macken, Fehler... sie sind nicht perfekt. Gerade das macht sie sogreifbar und ich konnte mich mit ihnen schnell identifizieren. Sie wirken wir richtig gute Freunde und man möchte halt einfach gerne Teil der Gruppe sein. Man muss sie einfach kennenlernen. 
Clear war mir daher natürlich als Protagonistin sehr sympathisch. Ich habe sie super gerne auf ihrer Reise begleitet. Sie hat eine so positive Art, möchte selbst handeln, hat aber genau so gut auch Macken. Sie zweifelt an sich selbst, mal ist sie unsicher und doch findet sie immer wieder zu sich selbst zurück.  Gleiches kann ich auch über die anderen Charaktere sagen. Es gibt auch Kapitel aus der Sicht von Ease und auch hier fand ich es total spannend seine Gedankenvorgänge zu sehen. Ganz anders als Clear aber genauso interessant. 

Die Handlung selbst ist super zu verfolgen und ich hab nie das Gefühl gehabt, von der Autorin in Stich gelassen worden zu sein. Damit meine ich, dass ich die Handlung zu jedem Zeitpunkt bestens verstanden habe und daher flogen die Seiten nur so dahin. Es ist locker und emotional geschrieben, der Humor wie immer leicht und ohne dabei aufgesetzt zu wirken. So wie man es von Sabine Schulter eben kennt und liebt. Ich habe die Reihe rund um ihre Engel definitiv in mein Herz geschlossen. 

Fazit
Wenn ihr auf der Suche nach einer Geschichte mir Engeln seid, die nicht ganz dem typischen Engels-Klischee entsprechen, dann seid ihr hier definitiv fündig geworden.  Die Geschichte hat alles was man sich wünscht. Eine lockere, leichte Atmosphäre, spannende Szenen, wunderbare Charaktere die man einfach mag und eine fiktive Welt die sich nahtlos in unsere einreiht. Ich habe die Engel super gerne und freue mich bereits auf Band 2. 


WEITERE REZENSIONEN ZUM BUCH

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Federn über London
Autorin: Sabine Schulter
Verlag: Selfpublished
Lektorat: Diana Steigerwald
Coverdesign: Vivien Summer
Seitenanzahl: 332
ISBN: 978-3752606577 
Preis: 3,99€ (eBook), 12,99€ (Taschenbuch), 21,99€ (Hardcover)
Erscheinungstermin: 05.11.2020
Reihe?: Ja, Band 1

Klappentext
Als Clear erwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern. Weder weiß sie, wer sie ist, noch warum sie in einer Wanne voller blauem Wasser liegt. Als ihr eröffnet wird, dass sie gestorben ist und von nun an als Todesengel in London Seelen sammeln soll, glaubt sie an einen üblen Scherz.
Doch die schwarzen Schwingen auf ihrem Rücken überzeugen sie von der Wahrheit.
Zusammen mit ihrem Teamleiter Ease und den anderen Todesengeln sorgt sie von nun an dafür, dass die Seelen der Verstorbenen zurück in den Lebensstrom gelangen. Allerdings wartet in der Welt der Übersinnlichen noch viel mehr auf Clear und auch Londons Unterwelt mit all ihren magischen Wesen ist in Aufruhr. Denn das dunkle Nichts hat sich gerade jetzt vorgenommen, die Millionenmetropole ins Chaos zu stürzen.

Samstag, 27. Februar 2021

Rat der Neun: Gegen das Schicksal - Veronica Roth [Rezensionsexemplar]

Von Am Februar 27, 2021


Ihr glaubt gar nicht wie lange ich dieses Buch schon rezensieren will und muss. Ich habe es netterweise vom CBJ Verlag erhalten und hach, ich kann euch nur sagen, lest diese Reihe! Auf Grund dessen das es ein 2. Teil ist fällt die Rezension etwas knapper aus. Ich möchte ja niemanden spoilern. 

Dies ist Band 2, daher packe ich den Klappentext nur unter die Rezension. 


Rezension
Okay, diese Reihe ist wahnsinnig komplex aber trotzdem hatte ich immer das Gefühl die Handlung zu verstehen. Es ist spannende Sci-Fi die man mögen muss, dass gebe ich zu. Ich glaube die Reihe ist ja auch gar nicht all zu bekannt oder zumindest nicht sonderlich gehypte worden. Ich kann das allerdings nicht verstehen. Sie hat alles was man braucht. Ist spannend, es gibt mehr als genug Action, Intrigen, Machtspiele, Magie und eine super durchdachte Handlung. Sie hat so viele Facetten und konnte mich einfach komplett fesseln. 

Es knüpft wirklich super an den 1. Band an, allerdings habe ich den noch mal überfliegen müssen, da zwischen den beiden Büchern eine lange Zeit lag. Trotzdem war ich direkt wieder voll drin und habe mit Cyra und Akos mitgefiebert. Die Charakterentwicklung war bereits etwas, was mich im ersten Band völlig fesseln konnte und auch hier finde ich sie wieder richtig gut. Und auch für alle die etwas Romantik suchen ist natürlich gesorgt. Okay, vll. nicht direkt Romantik aber zumindest eine sehr realistische Beziehungsentwicklung. 
Zudem entwickeln sich manche Charaktere gar nicht so wie man denkt oder aber scheinen eine ganz andere Rolle einzunehmen, als man es ihnen zurechnet. Das Buch kann definitiv überraschen. 


"Ich hatte einen Kloß im Hals, aber diesmal war nicht meine Lebensgabe daran schuld, sondern die Tränen. Seit meine Gabe voll entwickelt war, hatte ich nicht mehr in Gegenwart einer anderen Person geweint. Ich hatte es für unmöglich gehalten."
Rat der Neun: Gegen das Schicksal - Veronica Roth, Seite 149


Des weiteren hat mir gut gefallen wie die verschiedenen Handlungen zusammenkommen. Am Ende macht es einfach alles Sinn. Und da dieses Buch, wie bereits erwähnt, echt komplex ist, finde ich dies besonders wichtig. Schließlich ist es eine Dilogie und so sollten keine Fragen offen bleiben. 

Was soll ich sagen? Band 2 hat mich genau so gut abgeholt wie Band 1. Ich kann die Reihe wirklich jedem ans Herz legen. 

Fazit
Wer komplexe Geschichten mag ist hier definitiv an der richtigen Stelle. Gegen das Schicksal ist genau so facettenreich und aufwendig wie der 1. Band und kann durch eine perfekte Mischung aus Sci-Fi und Fantasy überzeugen. Ich mochte die Charaktere sehr, da sie meiner Meinung nach eine realistische Entwicklung durchmachen und definitiv keine Standart-Charaktere wie in so manchen anderen Jugendbüchern sind. Sie sind einfach etwas anders. Ja, die Geschichte ist sehr komplex und kann für den ein oder anderen Leser etwas zu viel sein, aber wenn euch sowas nicht stört dann los!


WEITERE REZENSIONEN ZUM BUCH

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Rat der Neun: Gegen das Schicksal
Autorin: Veronica Roth
Verlag: CBJ
Grafikdesign: Jeff Huang, Erin Fitzsimmons
Übersetzung: Petra Koob-Pawis
Seitenanzahl: 544
ISBN: 978-3-7341-6251-0
Preis: 10,00€ (Taschenbuch), 20,00€ (Hardcover)
Reihe?: Ja, Band 2 

Klappentext
Das Leben von Cyra und Akos ist vom unausweichlichen Schicksal bestimmt, das die Orakel bei ihrer Geburt geweissagt haben. Demnach wird Akos im Dienst der Familie Noavek sterben. Trotzdem liebt er Cyra. Als Cyras totgeglaubter Vater Lazmet den Thron wieder für sich beansprucht, sieht Akos sein Ende näher denn je. Lazmet beginnt einen brutalen Krieg, und Cyra und Akos sind zu allem bereit, um ihn zu stoppen. Für Cyra könnte das bedeuten, dass sie ihren eigenen Vater töten muss. Für Akos steht das eigene Leben auf dem Spiel. Doch schließlich bestimmt das Schicksal beide Leben auf vollkommen unerwartete Weise …




Samstag, 30. Januar 2021

Rezension | Das Frostmädchen - Stefanie Lasthaus

Von Am Januar 30, 2021

 

[WERBUNG] Na ihr Lieben. Ich habe die letzten Tage fleißig Rezensionen geschrieben und nach und nach gibt es dafür endlich mal wieder ein wenig was für euch. Ich hab nämlich einige Bücher gelesen, dessen Rezensionen noch ausstanden. Heute gibt es daher die Rezension zu "Frostmädchen" von Stefanie Lasthaus.


Inhalt

Als ihr Freund Gideon bei einem Streit handgreiflich wird, flieht die zwanzigjährige Neve hinaus in die klirrend kalte Nacht des kanadischen Winters und verirrt sich. Glücklicherweise wird sie rechtzeitig von dem jungen Künstler Lauri gefunden, der sie in seiner abgelegenen Blockhütte gesund pflegt. Bei Lauri fühlt sich Neve vom ersten Augenblick an geborgen, und zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch in der Nacht im Wald ist etwas mit Neve geschehen – etwas, das die uralte Wintermagie in ihr entfesselt hat...


Rezension

Ich muss sagen, dass ich das Buch mehrmals angefangen habe und echt hohe Erwartungen hatte. Vielleicht war das auch der Grund weshalb ich es mehrmals abgebrochen habe. Irgendwie hatte ich mir einfach eine ganz andere Geschichte vorgestellt. Nun habe ich endlich meine Erwartungen mal komplett beiseite geschoben und dem Buch eine Chance gegeben. 


Die Geschichte startet mit Neve, welche durch den eiskalten Winterwald wandert . Was mir unglaublich gut gefallen hat war die Atmosphäre, welche die Autorin geschaffen hat. Nicht nur in der ersten Szene sondern durchweg im gesamten Buch. Es spielt im Winter und ich konnte gefühlt diese Stille die vom Schnee ausgeht spüren. Sie schreibt sehr detailliert und bildhaft, wodurch ich mir super ein Bild von dieser Welt machen konnte. Auch der Sichtwechsel ist gelungen und ich konnte beiden Sichtweisen gut folgen. Sonst bin ich da ja kein riesen Fan davon.... Den Schreibstil fand ich zusammenfassend einfach wunderschön. 


Neve wird schließlich von Lauri gerettet und wie zu erwarten, bleibt es nicht bei einer oberflächlichen Bekanntschaft. Ab da scheint es zwischen den beiden ruckzuck zu gehen. Ich konnte nicht ganz nachvollziehen, wie das genau passiert ist. Sie sind sich völlig fremd und plötzlich scheint es die große Liede zu sein. Ich finde hier hätte es einfach mehr Zeit und Entwicklung des Ganzen benötigt, denn so wirkte es für mich etwas erzwungen und vorhersehbar. Es mag auch etwas daran liegen, dass die Charaktere ein wenig an Tiefe vermissen. Ich finde die beiden sind sehr spannende und interessante Charaktere, die sicherlich großes Potenzial gehabt hätten - leider finde ich, hat die Autorin dieses Potenzial etwas verschenkt. Oft kratzt es nur an der Oberfläche. Trotzdem waren sie mir nicht unsympathisch, wenn gleich ich nicht immer ihre Handlungen nachvollziehen konnte. 


Die Handlung finde ich an sich eine richtig interessante Idee, leider ist es ein auf und ab. Mal wird es spannend und dann flacht es wieder komplett ab. Oft habe ich das Buch weggelegt, da es mich einfach nicht gefesselt hat. Dann nach einigen Seiten kam endlich wieder Spannung auf - und flachte wieder ab. Das kann ja grundsätzlich gut sein, doch hier hat es mich im Lesen einfach gebremst. Besonders der mittlere Teil hat es mir nicht leicht gemacht.  Zum Ende hin konnte es mich dann aber noch mal richtig mitnehmen und ich hab die letzten Seiten wahnsinnig schnell gelesen. Wer den Klappentext gelesen hat weiß, dass mit Neve etwas geschehen ist. Ich möchte da nicht weiter drauf eingehen, denn das würde nur Spoilern. Die Grundidee ist auch hier richtig toll und die Idee des Winterrreichs einfach richtig cool, doch auch hier hätten ein paar mehr Details nicht geschadet. 


Fazit

Ich hab es mir echt nicht leicht gemacht mit der Rezension. Denn sie klingt super negativ, aber wenn ich an das Buch denke ist es für mich kein schlechtes Buch. Aber es hat mich eben auch nicht komplett begeistern können. Ich glaube es ist einfach so ein Buch, welches man entweder total mag oder eben nicht. Daher ist es wohl eher ein Buch für Zwischendurch, von welchem man sich auf jeden Fall selbst ein Bild machen sollte.


Insgesamt hat das Buch seine Höhen und Tiefen. Der Schreibstil hat mir wahnsinnig gut gefallen und besonders die Winteratmosphäre ist perfekt eingefangen worden. Daher habe ich es auch im Winter gelesen, was natürlich wahnsinnig gut gepasst hat. 

Leider lässt die Spannung der Handlung immer wieder nach und konnte mich vor allem zum Schluss erst so richtig abholen. Auch die Liebesgeschichte ging etwas zu rasant und es fehlt etwas an Tiefe bei den Charakteren. Dennoch ist die Grundidee des Buches echt richtig klasse und ich glaube, es gab echt Potenzial. 

Es ist ruhig und hätte sicherlich ein wenig aufregender sein können, aber es ist eben kein schlechtes Buch. Ich denke, wer gerne eine ruhige Geschichte im Wintersetting sucht und eine Portion Liebesgeschichte  dazu, der ist mit diesem Buch gut bedient. Für mich war es eben leider nur okay. 


WEITERE REZENSIONEN ZUM BUCH


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Das Frostmädchen

Autorin: Stefanie Lasthaus

Verlag: Heyne

Covergestaltung: Nele Schütz Design

ISBN: 978-3-453-31729-1

Preis: 12,99€

Seitenanzahl: 400

Reihe?: Nein, Einzelband


Klappentext:

Als ihr Freund Gideon bei einem Streit handgreiflich wird, flieht die zwanzigjährige Neve hinaus in die klirrend kalte Nacht des kanadischen Winters und verirrt sich. Glücklicherweise wird sie rechtzeitig von dem jungen Künstler Lauri gefunden, der sie in seiner abgelegenen Blockhütte gesund pflegt. Bei Lauri fühlt sich Neve vom ersten Augenblick an geborgen, und zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch in der Nacht im Wald ist etwas mit Neve geschehen – etwas, das die uralte Wintermagie in ihr entfesselt hat...

Samstag, 12. Dezember 2020

Rezension | Voices - David Elliott (Jahreshighlight 2020)

Von Am Dezember 12, 2020

 

Heute bringe ich euch eine ganz besondere Rezension mit, denn es ist die zu meinem Jahreshighlight 2020. Okay, eines meiner Highlights, denn da dieses Buch komplett abseits von meinen üblichen Lesegenre liegt, habe ich dieses Jahr zwei. Das zweite werde ich euch die Tage erst zeigen können, da ich noch die Rezension schreibe. Wobei ich sicherlich noch einen Wrap-Up 2020 Beitrag schreiben werde. 
Nun aber mal zu dem Schätzchen, welches ihr auf dem Foto seht. Wer mich kennt, weiß wie sehr mich das Thema Jeanne d'Arc interessiert und ich eine kleine Minibuchsammlung über sie besitze. Nun habe ich einfach mal im Internet gesucht und per Zufall dieses Buch entdeckt. Dabei handelt es sich um einen Gedichtband, was mich zunächst abgeschreckt hat. Eigentlich lese ich keine Gedichte, nicht weil ich sie nicht mag, aber irgendwie hat es mich bisher nicht genug fesseln können um ein ganzes Buch zu lesen. Nun war dies aber ein Thema das mich sehr interessiert und daher habe ich zugeschlagen. Hier erst mal der Klappentext für euch.

Klappentext
Told through medieval poetic forms and in the voices of the people and objects in Joan of Arc’s life, (including her family and even the trees, clothes, cows, and candles of her childhood), Voices offers an unforgettable perspective on an extraordinary young woman. Along the way it explores timely issues such as gender, misogyny, and the peril of speaking truth to power. Before Joan of Arc became a saint, she was a girl inspired. It is that girl we come to know in Voices.

Rezension
Ich weiß gar nicht wo ich starten soll. Mich hat das Buch einfach von der ersten Seite an, nein schon ab dem Schutzumschlag, in den Bann gezogen. Denn dort fand ich folgende Worte:


"Warrior? Witch? Sinner? Saint? Before she was any of these, before she heard the first angel speak, before she died... Joan was just a girl."
Voices - David Elliott, Schutzumschlag

Wie wahr! Jeanne d'Arc ist wahnsinnig schwer zu fassen. Sie ist eine Heilige und ein Sinnbild. Sie steht für Aufopferung, Gottesliebe, Reinheit und in gewisser Weise auch für Emanzipation. Doch sie wirkt fiktiv, man liest über sie und doch bleibt sie einem stets etwas fern. Man kann sie einfach nicht komplett fassen. Egal wie viele Biografien ich gelesen habe, sie bleibt immer diese Heldin aus vergangener Zeit, welche die Zukunft Frankreichs änderte.
Daher fand ich dieses Zitat so toll. Egal ob sie nun alle die oben genannten Dinge war (Kriegerin, Hexe, Ketzerin, Heilige), sie war einst ein junges Mädchen. Sie durchbrach jedoch die Gesellschaftsstrukturen des Mittelalters und wäre sie einfach dieses Bauernmädchen geblieben, hätten wir wohl nie von ihr gehört.

Voices gibt Jeanne eine Stimme, auch wenn die Gedanken die in den Gedichten ausgedrückt werden natürlich rein fiktiv sind. Jedoch wird das Ganze mit echten Zitaten unterstrichen, denn on top gibt es noch Ausschnitte aus den Prozessunterlagen, sowie der Rehabilitierung einige Jahre nach ihrem Tod. Die Kombination fand ich wirklich sehr gelungen. Die Gedichte selbst haben mir wahnsinnig gut gefallen. Sie sind passenderweise in Reimschemen geschrieben, wie sie schon zu Jeannes Zeiten existierten. Dies erläutert der Autor im Anhang. War mir beim lesen natürlich nicht bewusst, aber ich möchte dies auf jeden Fall positiv bewerten. So gibt zum Beispiel die Form der Ballade, Rondel, Sestine, Triolett oder auch Villanelle. 

Die Gedichte sind aus verschiedenen Perspektiven beschrieben. Aus Jeannes Sicht, welche sozusagen auf ihre Hinrichtung wartet. Sie berichtet von ihrem Leben und so kommen auch andere Personen wie der König, ihre Eltern oder auch Weggefährten zu Wort. Sie alle geben ihr eigenes Bild von Jeanne wieder. Doch auch Gegenstände und Tiere erhalten eine Stimme. So erzählen das Feuer, ihr Schwert oder auch ihre Rüstung von ihr. Diese personifizierten Gegenstände fand ich einfach großartig. So kann eine ganz andere Botschaft rüber gebracht werden. Die Kerze macht im Buch den Anfang und dieses Gedicht hatte es echt in sich! Es hat mich sofort gefesselt, denn der Autor spielt mit einem speziellen Aspekt - den ich eigentlich nicht nennen mag um nicht zu spoilern. Wenn ihr es aber lesen wollt, in der Leseprobe online, könnt ihr dieses Gedicht entdecken. Neben den Gedichten gibt es auch immer wieder Seiten, in denen nach und nach eine Zeile dazukommt. Es ist ebenfalls das Feuer und das "Finale" dieser Aneinanderreihung hat mich definitiv beim lesen sehr getroffen und berührt. Da entstand plötzlich eine ganz neue Atmosphäre, denn man weiß was gerade passiert. 


"If I said, Have faith that day,
and if In what? she had inquired,
I would have told heir straightaway,

In fire, my dear, in fire."

Voices- David Elliott, Seite 166, Gedicht "Saint Margaret"


Gut gelungen fand ich, dass der Autor eine sehr gute Mitte zwischen Jeanne als religiöse und Jeanne als historische Person findet. Es überwiegt nie ein Aspekt komplett und so urteilt er nicht über sie. Oft lese ich Texte, in denen sie eben als Mensch dargestellt wird und die Religiosität bzw. ihre Stimmen als Wahnsinn abgetan werden  - oder aber es wird sehr stark auf den religiösen Aspekt eingegangen. So entsteht schnell eine Wertung ihrer Person, die man aber nur schwer bewerten kann. Ich mochte es, dass der Autor mit viel Respekt und Offenheit an sie herantritt und nicht urteilt. Er versucht Jeanne als Menschen darzustellen, die großartiges geleistet hat, aber auch Angst hat vor dem was kommt.


Zusätzlich möchte ich das fantastische Cover loben. Es sieht einfach wunderschön aus. Jeanne wird endlich mal nicht blond dargestellt und wirkt menschlich, kämpferisch und entschlossen. Ihre Rüstung ist so, wie sie vermutlich auch war und der Heiligenschein besteht aus den Titeln der Gedichte. Einfach wunderschön!
Auch von Innen macht das Buch echt was her, denn die Gedichte sind nicht einfach nur runter geschrieben, sondern speziell angeordnet. So wurde das Gedicht des Schwertes zum Beispiel in der Form eines Schwertes geschrieben und gedruckt. Je nachdem musste man das Buch manchmal drehen beim lesen, ich empfand dies aber nicht weiter störend. 


Fazit
Voices ist für mich ein grandioses Buch, welches Jeanne d'Arc auf eine ganz andere Art und Weise betrachtet und an ihre Geschichte herangeht. Es hat mich noch vor der ersten Seite in den Bann gezogen und mir das Gefühl gegeben, mehr über Jeanne auf einer emotionalen Ebene zu erfahren. Die Gedichte sind wunderschön geschrieben und durch die personifizierten Gegenstände bringen sie eine ganz andere Ebene mit sich. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen der Gedichte mag und / oder sich für Jeanne d'Arc interessiert. Ich bin so froh dieses Buch per Zufall entdeckt zu haben und schätze es sehr. Das ganze Konzept des Buches ist von vorne bis hinten gut durchdacht und der Umgang mit ihrer Person erfolgt stets respektvoll und ohne Wertung. Toll! Ich würde mich freuen, wenn das Buch es auch auf den deutschen Markt schafft, aber sehe da leider wenig Hoffnung für. 



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Voices: The Final Hours of Joan of Arc
Autor: David Elliott
Verlag: HMH Books for Young Readers 
Covergestaltung: Sharismar Rodriguez
Seitenanzahl: 195
ISBN: 978-1-328-98759-4
Preis: 9.01€ (Taschenbuch), 14,39€ (Hardcover), 10,28€ (eBook)
Erscheinungstermin: 26.03.2019
Reihe?: Nein

Klappentext:
Told through medieval poetic forms and in the voices of the people and objects in Joan of Arc’s life, (including her family and even the trees, clothes, cows, and candles of her childhood), Voices offers an unforgettable perspective on an extraordinary young woman. Along the way it explores timely issues such as gender, misogyny, and the peril of speaking truth to power. Before Joan of Arc became a saint, she was a girl inspired. It is that girl we come to know in Voices.




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