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Mittwoch, 27. Mai 2020

Rezension | Deadly Class #1 & #2 - Lee Loughridge, Rick Remender, Wes Craig


[REZENSIONSEXEMPLAR] Es ist ja leider schon wieder eine Weile her, dass ich mich bei euch gemeldet habe. Dafür habe ich in letzter Zeit sehr viel gelesen und daher warten eine ganze Menge Rezensionen auf euch. Ich glaube meine Leseflaute ist endlich überwunden. Wart auch Zeit, sie hat echt einige Monate angehalten. Nur die Motivation zum Schreiben der Rezensionen war leider nicht da...

Heute gibt es aber endlich die Rezension zum 1. und 2. Band der Deadly Class Reihe aus dem Hause CrossCult. Danke vorweg an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 

Klappentext
Mord ist Kunst, Töten ist Handwerk. Willkommen in der brutalsten Schule der Welt, wo die Sprösslinge der erfolgreichsten Verbrecherfamilien zu den Killern von morgen ausgebildet werden. An der Akademie der tödlichen Künste steht „Giftmischen 101“ und „Tatortsäuberung“ auf dem Stundenplan, und die Lehrer sind angesehene Mitglieder des organisierten Verbrechens.

San Francisco, 1987. Ronald Reagan hat Marcus Lopez‘ Leben ruiniert. Aber als Marcus sich plötzlich an der King‘s Dominion Akademie wiederfindet, sieht er seine Chance auf Rache gekommen. Doch auch an der außergewöhnlichsten Schule muss man sich mit den üblichen Problemen herumschlagen: Mädchen, arrogante Mitschüler, Hausaufgaben und nicht zuletzt einem blutigem und abgefahrenem Trip nach Las Vegas...

Rezension
Deadly Class ist sicherlich nicht für jeden etwas, aber mich hat es echt mitgerissen. Es ist actionreich, dunkel und sicherlich auch ziemlich voller Gewalt. Trotzdem konnten mich die ersten beiden Bände begeistern und ich bin sehr gespannt auf den dritten Teil.

Der Zeichenstil passt so wunderbar zur Geschichte, denn er spiegelt die Emotionen durch eine gelungene Farbauswahl und dem doch eher düsteren Stil einfach nur perfekt. Besonders die Farbauswahl hat es mir aber echt angetan. Die Zeichnungen sind mal skizzenhaft, mal detailreicher und fangen die Situation einzigartig ein. Besonders das Makabre der Story wird so echt sehr gut unterstrichen. Passt einfach wie die Faust aufs Auge!

Von der Story selbst, habe ich eigentlich was anderes erwartet. Mehr Schule. Quasi Hogwarts für Killer. Aber man bekommt eine actiongeladene Story, die größtenteils außerhalb der Schule spielt und auf Rache, Wut und Eifersucht beruht. Man begleitet Marcus, einen Obdachlosen, welcher sich plötzlich in der King‘s Dominion Akademie widerfindet und in die Lehre der tödlichen Künste eingeweiht wird. Dort muss er aber nicht nur lernen Menschen zu töten, sondern hat auch ganz normale Probleme. Er ist der Neue. Er muss sich erst mal einen Platz erkämpfen und im sozialen Durcheinander klar kommen. Ich fand diese Kombination aus makabrer Schule und alltäglichen Problemen sehr interessant und gut ausgearbeitet. Letztendlich sind es ja alles Teenager. Marcus Gedanken werden durch einen öfters auftretenden inneren Monolog unterstrichen und geben dem ganzen eine gewisse Tiefe. Es zeigt die Zerrissenheit des Charakters - denn eins steht fest: Alle Charaktere, auch Marcus, haben ihre verschrobene Hintergrundgeschichte. Es wurden hier Charaktere erschaffen, die auf den ersten Blick einfach gestrickt sind und rein aus Spaß töten. Doch sie alle wurden durch Geschehnisse ihrer Jugend und Kindheit geformt und so muss man jeden Moment nutzen, um hinter diese Fassade blicken zu können.
Ja, es gibt Klischees, aber ich empfand sie nicht sonderlich störend.


Quelle: Cross Cult

Allerdings hat die Geschichte auch einen eher traurigen Hintergrund, denn Rick Remender verarbeitet in der Story viel Gewalt seiner Jugend. Es gibt dazu ein passendes, sehr intensives, Vorwort.

Ich muss aber auch sagen, dass die Geschichte echt viel Gewalt enthält und mit Themen spielt, die nicht für jedermann sind. Es geht um Mord, Hass, Wut, Misstrauen, Verzweiflung, Drogen und den Abgründen der Menschheit. Sehr düster also. Es ist keine locker, flockige Geschichte für zwischendurch. Man muss sich darauf einlassen und die Geschichte zum einen an sich heran lassen und zum anderen aber sicherlich einen gewissen Abstand halten. Nicht, dass es nicht noch Comics gibt, die extremer sind, aber dennoch fand ich es sehr fesselnd und in gewisser Hinsicht auch real. Dies mag an dem oben erwähnten Vorwort liegen und dem Hintergrund, dass Gewalt in unserer Welt real ist. Zudem beinhaltet es keine Fantasy Elemente. Es verschönert nicht und lässt Dinge nicht auf magische Weise besser werden. Tod bedeutet Tod.

Fazit:
Ich bin ein Fan dieser Reihe geworden - auch wenn sie nicht jedermanns Sache ist. Ich wurde von der ersten Seite an mitgerissen, trotz Themen, die mich abschrecken. Deadly Class gab es wohl schon bei einem anderen Verlag, wurde von Cross Cult aber neu aufgelegt, wofür ich sehr dankbar bin. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und welche Richtung die Comicreihe noch einschlagen wird. Sie ist gewaltvoll, aber auch tiefgründig. Besonders wenn man die Schicksale der Jugendlichen betrachtet und ihren Weg hin zur King‘s Dominion Akademie betrachtet. Sie alle erleben eine innere Zerrissenheit, welche durch Gewalt befriedigt wird. Ein Comic, der definitiv einen Blick wert ist und in Erinnerung bleibt.


WEITERE REZENSIONEN ZUM COMIC


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Deadly Class #1 
Autoren: Rick Remender
Zeichner: Wes Craig, Lee Loughridge
Verlag: Cross Cult Verlag
Seitenanzahl: 176 Seiten
Erscheinungstermin: 27.02.2019
ISBN: 978-3-959811-81-1
Reihe?: Ja, Band 1

Klappentext:
Mord ist Kunst, Töten ist Handwerk. Willkommen in der brutalsten Schule der Welt, wo die Sprösslinge der erfolgreichsten Verbrecherfamilien zu den Killern von morgen ausgebildet werden. An der Akademie der tödlichen Künste steht „Giftmischen 101“ und „Tatortsäuberung“ auf dem Stundenplan, und die Lehrer sind angesehene Mitglieder des organisierten Verbrechens.
San Francisco, 1987. Ronald Reagan hat Marcus Lopez‘ Leben ruiniert. Aber als Marcus sich plötzlich an der King‘s Dominion Akademie wiederfindet, sieht er seine Chance auf Rache gekommen. Doch auch an der außergewöhnlichsten Schule muss man sich mit den üblichen Problemen herumschlagen: Mädchen, arrogante Mitschüler, Hausaufgaben und nicht zuletzt einem blutigem und abgefahrenem Trip nach Las Vegas…

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